Das Abendmahl - je nach
Konfession auch Eucharistie, Heilige Kommunion, Herrenmahl, Altarsakrament,
Brotbrechen oder Gedächtnismahl genannt - gehört zusammen
mit der Taufe zu den gottesdienstlichen Handlungen, die alle christlichen
Kirchen praktizieren.
Basis sind die Berichte der (synoptischen) Evanglien:
Aber am ersten Tage der Ungesäuerten Brote
traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wo willst du, dass
wir dir das Passahlamm zum Essen bereiten? Er sprach: Geht hin in
die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir
sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passah feiern mit
meinen Jüngern. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus
befohlen hatte, und bereiteten das Passahlamm. Und am Abend setzte
er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und als sie aßen, sprach
er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn
zu fragen: Herr, bin ich's? Er antwortete und sprach: Der die Hand
mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. Der
Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch
weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre
für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.
Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi?
Er sprach zu ihm: Du sagst es. Als sie aber aßen, nahm Jesus
das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach:
Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte,
gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut
des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der
Sünden. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von
diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem
ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.
Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an
den Ölberg.
Matthäus 26, 17-29
Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, als man das Passahlamm
opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir
hingehen und das Passahlamm bereiten, damit du es essen kannst?
Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht
hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt
einen Krug mit Wasser; folgt ihm, und wo er hineingeht, da sprecht
zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist der Raum,
in dem ich das Passahlamm essen kann mit meinen Jüngern? Und
er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern versehen
und vorbereitet ist; dort richtet für uns zu. Und die Jünger
gingen hin und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt
hatte, und bereiteten das Passahlamm. Und am Abend kam er mit den
Zwölfen. Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach
Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst,
wird mich verraten. Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer
nach dem andern: Bin ich's? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den
Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht.
Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh
aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es
wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.
Und als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's
und gab's ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm
den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.
Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für
viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr
trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an
dem ich aufs neue davon trinke im Reich Gottes.
Markus 14, 12-26
Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passahlamm
opfern musste. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht
hin und bereitet uns das Passahlamm, damit wir's essen. Sie aber
fragten ihn: Wo willst du, dass wir's bereiten? Er sprach zu ihnen:
Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen,
der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er
hineingeht, und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir
sagen: Wo ist der Raum, in dem ich das Passahlamm essen kann mit
meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen Saal zeigen,
der mit Polstern versehen ist; dort bereitet es. Sie gingen hin
und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passahlamm.
Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit
ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passahlamm
mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich es
nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes.
Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn
unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken
von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.
Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach:
Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem
Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch
vergossen wird!
Lukas 22, 14-20.
Jesus feiert hier mit seinen Jüngern das Passahfest, wie es uns
im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 12, Verse 1 - 28 berichtet, beziehungsweise
wie es von Gott selbst eingesetzt wird.
Der Apostel Paulus fasst die Berichte der drei Evangelien in seinem
ersten Brief an die Korinther mit den drei markanten - bereits am
Anfang zitierten - Sätzen zusammen, die sich in vielen Abendmahlsliturgien
wieder finden:
Denn der HERR Jesus in der Nacht, da er verraten
ward, nahm das Brot, dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset,
das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut
zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl
und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut;
solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Denn
so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt
ihr des HERRN Tod verkündigen, bis dass er kommt.
1. Korinther 11, 23b - 26
Als Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche praktizieren wir
ein "offenes Abendmahl" und wir laden ohne Einschränkungen
dazu alle ein, die ein herzliches Verlangen haben, daran teilzunehmen:
Jesu Leib auch für mich, für meine Sünden, gebrochen,
Jesu Blut auch für mich, für meine Schuld, vergossen,
Jesu Opfertot auch für mich erfolgt.
Mit dem Mahl wollen damit JESUS verkündigen, bis ER wiederkommt.
Wir gehen dabei von der wirklichen, persönlichen und lebendigen
Gegenwart des Herrn Jesus Christus aus, ohne diese vollständig
erklären zu wollen.
Abendmahl ist für uns eine Feier der Kirche, der Gemeinschaft,
des Einzelnen, ist Sakrament, Eucharistie (Dank), Gedächtnis-
/ Hoffnungsmahl ("...bis dass Er kommt.")
und Gnadenmittel.
In Lukas 24, 13 - 35 wird auch von einem "Abendmahl" Jesu,
des jetzt Auferstandenen - diesmal mit den "Emmausjüngern"
- berichtet. Und mittendrin zwei Sätze (Vers
30):
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot,
dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet,
und sie erkannten ihn.
Möchte unsere Feier des Abendmahls - das
Brotbrechen - dazu dienen, dass unsere Augen geöffnet werden
und wir JESUS erkennen!
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