Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - April 2005

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Gastfrei zu sein vergesst nicht;
denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
(Hebräer 13,2)


Über Engel zu reden ist in den letzten Jahren wieder sehr modern geworden. Es gibt inzwischen unzählige Bücher zu diesem Thema. Da ist dann von Schutzengeln die Rede, von guten (oder auch schlechten) Geistern, die um uns seien, und wie sie uns beeinflussten. Oder es wird darüber berichtet, wie man mit ihnen in Kontakt kommen könne und welchen "medizinischen" Nutzen wir davon hätten. Auch zahlreiche Kinofilme geben einen Einblick in die unterschiedlichen Vorstellungen über Engel und deren Wirken auf Erden, z.B. in Filmen wie "Stadt der Engel" oder "Dogma" und ähnliche. Wer oder was Engel seien und wie man sie erkennen könne, darüber gehen die Meinungen allerdings aus-einander. Einig ist man sich bestenfalls darin, dass Engel keinesfalls auf der gleichen Stufe stünden wie Menschen, sondern eine höhere Existenzform hätten.
Doch ich frage mich: Gibt es nicht auch genügend Engel auf Erden: Menschen aus Fleisch und Blut, Menschen wie Du und ich!? Solche Engel erkenne ich normalerweise nicht, wenn sie vor mir stehen. Denn sie tragen keinen Heiligenschein und keine weißen Flügel. Sie sind auch keine Engel von Geburt an. Sondern sie werden in einer konkreten Situation für andere zum Engel. Was sie auszeichnet ist, dass sie im richtigen Moment mit hilfreichen Reaktionen genau am richtigen Ort sind. Und ich vermute, Engel wissen oft gar nicht, dass sie Engel sind. Vielleicht bin auch ich ohne mein Wissen anderen schon zum Engel geworden.

Ob ein Gast, dem ich meine Gastfreundschaft anbiete, jemals ein solcher Engel war oder mal werden wird, das weiß er oder sie wahrscheinlich selbst nicht und ich noch viel weniger. Ich sehe es ihm oder ihr ja nicht an. Und genau darum geht es: ohne Ansehen der Person sollen wir hilfsbereit und gastfrei sein. Also lieber mal jemanden beherbergen, der auf den ersten Blick nicht engelsgleich ist. Man kann ja nie wissen. Oder wollen Sie einem Engel die Tür gewiesen haben?
Anette Obergfell



AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Habt Acht aufeinander...

...und helft einander – war das Thema des Seelsorge-Tages am 12. März in Hersbruck.
Wir erlebten einen reichhaltigen Tag mit Pastor i.R. Herrmann Heinrich. Er vermittelte uns Grundlagen, viele praktische Beispiele und einen Leitfaden durch Gespräche.
In seinem Vortrag stellte vor den 21 Teilnehmen heraus, dass es sich bei einem Seelsorger nicht um einen Schiedsrichter, sondern um einen Trainer handele. Ein Schiedsrichter urteile und strafe, während ein Trainer helfe, das Beste aus sich zu machen und so Hoffnung zum Leben vermittle.
"Man kann Anderen nur dann hilfreich zur Seite stehen, wenn man um seinen eigenen Schwächen weiß, so wie der Tatsache, dass jeder von uns zu allem fähig ist", sagte Pastor Heinrich.
"Die Dinge, die einen belasten, müssen bei einem anderen Menschen ausgesprochen werden", so betonte er mehrmals.
Um der Welt Gottes Liebe sichtbar zu machen, sei unser Umgang miteinander, die Sorge um das Wohl des Anderen und die Ermutigung entscheidend.
Am späten Nachmittag trennten sich gesegnete und Gedanken erfüllte Menschen.
Martina Willuhn


Einfach reden ist nicht einfach

Unter diesen oder ähnlichen Themen findet zweimal jährlich eine rundfunkhomiletische Arbeitsgemeinschaft in Gunzenhausen statt. Dieses Jahr am 18.4. von 10-16 Uhr. Bei diesen Veranstaltungen bekommen Prediger/innen, ob Hauptamtliche oder Ehrenamtli-che, wertvolle Tipps zum Erstellen von Ansprachen und zum richtigen Vortrag. Parallel dazu werden die genehmigten Ansprachen für den ERF (Evangeliums-Rundfunk) aufgenommen. In den letzten Jahren war unser Bezirk durch Pastor i.R. Paul Nollenberger und mich vertreten. Es macht mir große Freude dabei zu sein. Ich habe stets sehr viel gelernt. Vor allem das Besprechen von einigen der eingereichten Ansprachen in der Gruppe ist recht bereichernd – egal ob die eigene oder eine fremde Ansprache an der Reihe ist. Einige meiner sind bereits aufgenommen und gesendet worden.
Die Veranstaltung ist für alle Verkündiger/innen offen. Eingereichte Arbeiten sollen zwi-schen zwei und acht Minuten Sprechlänge haben. Der ERF sucht ständige nach geeigneten Verkündiger/innen. Ich möchte Interessenten herzlich dazu einladen. Wer Informationen braucht, kann sich an mich wenden oder sich direkt beim ERF melden (ERF-Deutschland, Dalheim, Berliner Ring 62, 35576 Wetzlar).
Ruth Bär



WIR BLICKEN NACH VORNE

AREF auf Sendung

Auf UKW 92,9 können Sie an folgenden Tagen unser AREF-Team hören (immer sonntags zwischen 10 und 12 Uhr): 17.4. und 22.5.
An allen anderen Sonn- und Feiertagen ist AREF natürlich ebenfalls auf Sendung!


Alpha-Kurs in Hersbruck

Der dritte Alpha-Kurs hat in Hersbruck begonnen und wir sind eine Gruppe mit 17 Leuten, die mitmachen. Schön ist es, dass sich auch einige Bekannte und Freunde aus dem Umfeld der Gemeinde haben einladen lassen. Die Themen der ersten Abende haben schon einiges bewegt und wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf. Besonders ans Herz legen möchte ich unseren Alpha-Tag am 30. April, an dem es um das Thema "Wirkungen des Heiligen Geistes" geht. Pastor Markus Ebinger und Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter aus der Gemeinde halten die Referate zu grundlegenden Glaubensfragen und lei-ten die Gesprächsgruppen. Nach den positiven Erfahrungen mit den beiden vergangenen Kursen bitten wir Gott um das Gelingen der neuerlichen Auflage.
Markus Ebinger


Theaterabend mit Eva-Maria Admiral in Hersbruck

Am Montag, 18. April , um 20.00 Uhr wird die Schauspielerin Eva-Maria Admiral das son-nige und zugleich bissige Theaterstück "Lieber Paulus, ich hab' da mal eine Frage" in un-serer Gemeinde präsentieren, das auch unter dem Titel "Frauen am Rande des Nerven-zusammenbruchs" bekannt ist.
Eva-Maria Admiral studierte Schauspielkunst am Max-Reinhard-Seminar in Wien, absol-vierte an der Pariser Sorbonne ein Literaturstudium, wirkte bei den Salzburger Festspie-len mit und war neun Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Die neben-bei als Buchautorin und Seminarleiterin tätige Schauspielerin ist vor allem durch ihre Auftritte in zahlreichen Staatstheatern und ihre in die meisten Länder Europas per Satellit übertragenen Auftritte während der Veranstaltungen von ProChrist einem Millionenpublikum bekannt.
In "Lieber Paulus, ich hab' da mal eine Frage" bekommen mehrere Persönlichkeiten die einzigartige Chance, mit dem meistgeschätzten, aber auch meistgehassten Apostel in Briefkontakt zu treten. Auf äußerst unterhaltsame Weise kommt es zum lebendigen und erhellenden Dialog zwischen den verschiedenen Figuren, die damit brisante Fragen des Glaubens offen zur Sprachen bringen. Luftig verpackt, in fiktiven Szenen, lässt Eva-Maria Admiral einen Paulus antworten, der seine Adressaten klug durchschaut, Missverständ-nisse ausräumt und etwas von seiner Kompromisslosigkeit durchscheinen lässt. Nach dem Roman von Bridget Plass wird Eva-Maria Admiral abwechselnd bissig, naiv, ehrlich und provokant Fragen stellen, die vielen Menschen unter den Nägeln brennen und zusammen mit ihrer unverwechselbaren Mimik einen spannenden und unvergesslichen Theaterabend bereiten.
Karten im Vorverkauf zum Preis von Euro 7,- gibt es in der Geschäftsstelle der Hersbru-cker Zeitung und im Christlichen Buchcafé im Eisenhüttlein 5. An der Abendkasse (falls noch Karten übrig sind) kosten die Karten dann Euro 9,-. Das Theaterstück ist auch für Kinder ab neun Jahren geeignet. Der Abend eignet sich in besonderer Weise dazu, Gäste einzuladen.


Elternabend für den Kirchlichen Unterricht

Am Freitag, den 8. April laden wir auf 17.30 Uhr zu einem Elternabend in die Zionsgemeinde ein. Angesprochen sind die Eltern der Jugendlichen, die jetzt schon in der gemeinsamen Unterrichtsgruppe in Nürnberg sind, und die Eltern, deren Kinder dieses Jahr neu hinzukommen. Im Anschluss daran beginnt um 19 Uhr wieder ein Unterrichtswochenende.


Müncherlbach

Am Samstag, den 16. April steht der diesjährige Arbeitseinsatz auf dem Gelände unseres Freizeitheimes und im Haus an. Wir sind dankbar für alle, die sich an diesem Tag einbringen können. Auch eine stundenweise Mitarbeit ist sehr willkommen.
Am darauf folgenden Montag, den 18. April, sind wir mit dem Großputz des Hauses dran. Auch hier bitten wir herzlich um Ihre Mithilfe!


Einsegnung in der Paulusgemeinde


Am 17. April wird Jonas Ungermann im Gottesdienst der Paulusgemeinde eingesegnet werden. Dem festlichen Gottesdienst voraus geht das so genannte Einsegnungsgespräch, bei dem Jonas der Gemeinde einen Einblick in zwei Jahre Kirchlichen Unterricht geben wird. Diesmal wird es keine separate Veranstaltung sein, sondern im Rahmen des Gottesdienstes am 10. April, eine Woche vor der Einsegnung, stattfinden.


Abschied in der Christuskirche, Nürnberg
Nach weit über 20 Jahren in der Christuskirche wird Pfarrer Michael Schmidt am 17. April seinen Abschiedsgottesdienst feiern. Eine neue Pfarrstelle erwartet ihn außerhalb von Nürnberg. Als Paulusgemeinde haben wir Pfarrer Schmidt immer wieder bei gemeinsa-men Veranstaltungen erlebt. Wir wünschen ihm auf diesem Wege Gottes Segen für die neuen Aufgaben.

Sonntag Kantate in der Paulusgemeinde

Dem diesjährigen Sonntag mit der betonten Aufforderung zu singen ("kantate!") am 24. April wollen wir einen besonderen musikalischen Akzent verleihen. Alle, die im Gottesdienst mit der Musik zu tun haben (und das sind eine ganze Menge), kommen vor: als Mitwirkende und/oder als die Menschen, denen wir bei dieser Gelegenheit besonders danken werden.


Gemeindefreizeit der Paulusgemeinde

Bald ist es soweit: Am Freitag, den 29. April startet die diesjährige Gemeindefreizeit. Wie schon öfters werden wir in Heiligenstadt in der Fränkischen Schweiz sein. Ein Programm wird in kürze vorliegen. Klar ist schon jetzt, dass die gemeinsamen Tage "wie ein Tanz in den Mai" werden können. Denn am 1. Mai endet die Freizeit. Für Kurzentschlossene sind noch einige wenige Plätze frei. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich möglichst umgehend an Pastor Ziegler.

Himmelfahrtswanderung

Am 5. Mai, an Himmelfahrt laden wir wieder zu einer gemeinsamen Wanderung ein. Georg Bär aus Hersbruck wird dieses Jahr die Route planen. Sie wird, wie in den letzten Jahren auch, so ausgelegt sein, dass auch Familien mit Kindern das Laufpensum bewälti-gen können. Neben einer gottesdienstlichen Besinnung auf dem Weg lädt die Wanderung ein, über die Gemeindegrenzen der Zionsgemeinde, der Paulusgemeinde und der Hersbrucker Gemeinde Gemeinschaft zu erleben und Kontakte zu knüpfen.

Gottesdienst mit Radio AREF in der Paulusgemeinde

Am Sonntag, den 8. Mai werden Heiko Müller von unserem AREF-Team und andere von Radio AREF den Gottesdienst in der Paulusgemeinde mitgestalten. Seit vielen Jahren leis-tet Radio AREF eine hervorragende Arbeit. Bei den letzten Umfragen stellte sich heraus, dass über 30.000 Menschen das sonntägliche Programm verfolgen. Im Gottesdienst er-halten Sie einen Einblick in die Radioarbeit. Sie können miterleben, wie das Evangelium auf diesem Weg zu Menschen kommt und Sie lernen die Menschen kennen, die für das Programm stehen und es machen. Eine herzliche Einladung an alle!

"Weck, was in Dir steckt"

Zu diesem Thema gestaltet der Frauentreff einen Gottesdienst in Hersbruck am 05. Juni 2005.
Zur Vorbereitung treffen wir uns am Donnerstag, den 02. Juni 2005 um 20.00 Uhr im Rahmen unseres normalen Frauentreffs. Es gibt schon einen fertigen Entwurf und wir freuen uns über jede Frau, die mitmacht.
Renate Bohne und Kerstin Pudelko-Chmel

Rosemarie Wenner zur Bischöfin der EmK in Deutschland gewählt

Die Zentralkonferenz der EmK in Deutschland wählte am Mittwoch, dem 16. Februar 2005, Superintendentin Rosemarie Wenner zu ihrer neuen Bischöfin.
Die 49-Jährige ist in Eppingen (Baden-Württemberg) geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen. Anschließend war sie im Gemeindedienst auf den Gemeindebezirken Karlsruhe-Durlach, Hockenheim und Darmstadt/Sprendlingen. 1996 wurde sie zur Superintendentin des Frankfurter Distrikts der Kirche berufen. Sie wird das Bischofsamt offiziell am 1. April 2005 antreten.
Rosemarie Wenner ist Nachfolgerin von Bischof Dr. Walter Klaiber, der dieses Amt annähernd 16 Jahre innehatte und mit dem 31. März in den Ruhestand treten wird. Er hatte das Bischofsamt mit dem Ziel einer "Leitung durch Schriftauslegung" begonnen, durchgehalten und sich darin auch großes Ansehen außerhalb seiner eigenen Kirche erworben.

Herzliche Grüße und Gottes Segen.
Ihre Ulrich Ziegler, Markus Ebinger und Anette Obergfell.


 

last update: brf_0504.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
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