Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - Juli 2004

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Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Markus 9,24

Liebe Leserin, lieber Leser!
Beim ersten Blick auf diesen Vers dachte ich: Das könnte mein Satz sein: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" Und ich war gespannt in welcher Geschichte dieser Satz stehen und wer ihn gesagt haben könnte. Es stammt von einem Mann, dessen Sohn einen sprachlosen Geist und die Symptome eines epileptischen Anfalls hatte. Die Jünger hatten bereits versucht, ihn zu heilen. Doch sie konnten es nicht. Da kommt Jesus hinzu, weist die Jünger verärgert zurück, und spricht zu dem Mann: "Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt." Und dann fällt der oben genannte Satz: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!"
In diesem Satz steckt zugleich viel Verzweiflung, aber auch großer Mut. Glaube - das heißt Vertrauen in Gottes heilsames Handeln - ist nicht immer frei von zweifelndem Unglauben. So manche Situation und Erfahrung aus dem Alltag macht uns das Glauben schwer. Etwa der Verlust eines lieben Angehörigen. Und wie bei diesem Mann wechseln Glaube und Unglaube in Sekundenschnelle. Wichtig aber ist die Richtung des Glaubens: Vom mangelndem Vertrauen hin zu einem gewissen Vertrauen. Nicht der ist "gläubig", der nicht mehr zweifelt und sich durch nichts vom Glauben abbringen lässt. Das wäre ein mechanischer und kaltherziger Glaube. Sondern der ist "gläubig", der sich von Jesus im Glauben über seinen Unglauben hinweg helfen lässt. Martin Luther hat einmal gesagt: "Das christliche Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht ein Gesundsein, sondern ein Gesundwerden."
Dem Mann konnte Jesus helfen. Sein Sohn wurde gesund und der Unglaube des Mannes bestätigte sich nicht. Jesus weist seine Jünger darauf hin, dass dem Mann allein durch das Gebet geholfen werden konnte. Ich wünsche uns, dass das vertrauensvolle Reden mit Gott und die Bitte um Hilfe und Heilung uns vom Unglauben zum tiefen und gewissen Vertrauen auf Gottes Hilfe führt.
Markus Ebinger


AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Ordination bei der Jährlichen Konferenz

Vor fast 11 Jahren begann mein Weg ins Predigtamt. Bei der diesjährigen Konferenz fand die lange Vorbereitungs- und Ausbildungszeit endlich ihr Ende: Ich wurde zur Pastorin ordiniert und in die volle Mitgliedschaft der Konferenz aufgenommen. Ein langer Weg mit vielen wichtigen Stationen - darunter die Zeit als Pastorin auf Probe in Nürnberg - liegt damit hinter mir, und die anfängliche Unsicherheit im Gemeindedienst wich mehr und mehr der Freude und der Gewissheit, "am rechten Ort zu sein". Die Ordination markiert nun den Schlusspunkt einer langen Ausbildungszeit (und ich bin froh, dass die Zeit der Lehrgänge und Prüfungen erst einmal vorbei ist) und ist für mich zugleich ein wichtiger Doppelpunkt: Getragen von der Bestätigung und Empfehlung vieler Menschen aus ganz unterschiedlichen Gemeinden, von der Kirche beauftragt und ermächtigt und von Gott gesegnet habe ich mein volles Ja zu einem lebenslangen Dienst in der Kirche gegeben.
Bei diesem Dienst stehe ich allerdings nicht allein auf (gar verlorenem) Posten, das ist mir wichtig. Ich bin Teil der Gemeinde und arbeite gemeinsam mit vielen Christinnen und Christen an der Sache Gottes. Und ER ist es letztlich, der dazu das Gelingen geben kann. Auf IHN bin ich in allem Tun und Lassen angewiesen. Das möchte ich nie vergessen.
Von Herzen danken möchte ich daher allen, die mich auf meinem Weg bisher begleitet haben und weiter begleiten (z.B. durch ihre Mitarbeit oder im Gebet). Ein ganz herzliches Dankeschön an Sie und Euch alle für Eure Unterstützung! Ich fühle mich wohl unter Ihnen/Euch und freue mich sehr, dass ich für ein weiteres Jahr die Dienstzuweisung in die Nürnberger Paulusgemeinde erhalten habe.
In herzlicher Verbundenheit
Ihre/Eure Anette Obergfell

Kennzeichen methodistischer Gottesdienste. Wo kommen wir her?
Thesen von Joachim Georg


1. "Der traditionelle Predigtgottesdienst im Protestantismus hat an Anziehungskraft verloren. Eine Rede, umrahmt von zwei Liedern, Schriftlesung und Gebet kann die Körpersprache des Leibes Christi, die gerade im Gottesdienst ihre besondere Aussagekraft gewinnen kann, nicht wirklich zur Geltung bringen." (Walter Klaiber)
Gottesdienst ist mehr als Predigt. Wir können den Reichtum der Lebensäußerungen des Glaubens im Gottesdienst neu entdecken und Liturgie so gut wie möglich gestalten. Dazu benötigen wir mehr Zeit, als wir bisher dafür aufwenden. Aber es lohnt sich.
2. "Es ist gefährlich, irgendwel-che Gottesdienstformen für verbindlich zu erklären. Wir behaupten, dass Menschen so Gottesdienst feiern, wie sie glauben - und das hat Konsequenzen. Reformen können nur darin bestehen, Menschen zu befähigen mit einer verstärkten Hingabe und Beteiligung Gottesdienst zu feiern." (James F. White)
Aufgrund unserer methodistischen Geschichte sind wir frei in der Ausformung unserer Liturgie. Es geht jedoch nicht um Beliebigkeit, sondern um die Gestaltung, die der aktuellen lokalen Gemeinde, den Zeichenformen des Evangeliums und den wesentlichen Kennzeichen unserer Tradition entsprechen.
3. "Festlich wird der Gottesdienst am ehesten, wenn man ihn nicht alleine vorbereitet, wenn man ihn betend vorbereitet und wenn die, die ihn vorbereiten, sich selber wie Kinder darauf freuen." (Wolfgang Vorländer)
Nur das ist ein methodistischer Gottesdienst, an dem in der Vorbereitung mindestens vier Personen aus der Gemeinde beteiligt und in dem verschiedene Personen und Gaben der Gemeinde sichtbar, hörbar und fühlbar sind.
4. Für die Zukunft unserer Gottesdienst ist entscheidend von der Pastorenzentrierung zur Gemeindegestaltung zu kommen. Die Pastorinnen und Pastoren "erfüllen ihren Auftrag" nicht nur "durch die Predigt", sondern sind für die theologische Motivierung von Mitarbeitenden verantwortlich und dafür, dass eine Atmosphäre der Offenheit für Gottesdienstgestaltung entsteht.


Bauopfer

Diesem Gemeindebrief liegt ein Kuvert für das Bauopfer bei. Es ist für die Tilgung der Restschuld des Gemeindezentrums Hersbruck gedacht. Wir danken herzlich für Ihre Gaben!



WIR BLICKEN NACH VORNE


AREF auf Sendung

Auf UKW 92,9 können Sie an folgenden Tagen unser AREF-Team hören (immer sonntags zwischen 10 und 12 Uhr): 15.8. und 19.9.
An allen anderen Sonn- und Feiertagen ist AREF natürlich ebenfalls auf Sendung!


Schulanfang

Am Sonntag, den 12.9. werden wir in der Paulusgemeinde besonders die Kinder, Jugendliche und Erwachsene segnen, für die nach den Sommerferien Neues beginnt. So weit uns zur Abfassungszeit des Gemeindebriefes bekannt kommt Vanessa Kraus in die Schule, für Nicolai Wegenast, Aaron Schleihauf und Christofer Ziegler beginnt der Kindergarten.


Bayerischer Flugtag

Zum schon traditionellen Flugtag laden die Jungscharen am Samstag, 25.9. ein. Nähere In-formationen liegen rechtzeitig auf.


Familiengottesdienst zum Erntedankfest

Am 3.10. laden wir herzlich zum Erntedankfest in die Paulusgemeinde ein. Nach dem Famili-engottesdienst findet ein leckerer Brunch statt.


Kinderfreizeit

Vom 8. Bis 10. Oktober geht´s wieder nach Müncherlbach zur Herbsrucker Kinderfreizeit. Die, die schon mal dabei waren wissen, dass es wieder spannend wird. Biblische Geschichten, Geländespiel und vieles mehr wird von den Mitarbeitern geboten. Wer mit will, sollte sich am besten gleich anmelden, denn wir haben nur 20 Plätze. Anmeldungen gehen an Markus Ebinger.


100. Geburtstag der Evangelischen Allianz Nürnberg

Mit der diesjährigen Fränkischen Glaubenskonferenz am 9. und 10. Oktober feiert die Evangelische Allianz ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird am Samstag, den 9.10. am Kornmarkt ein Straßenfest stattfinden, bei dem wir auch vertreten sein werden. Am Sonntag, den 10.10. laden wir zur Glaubenskonferenz in die Meistersingerhalle ein. Der Gottesdienst in der Paulusgemeinde wird nicht stattfinden.
Nähere Informationen zur "Geburtstagsfeier" folgen.


Andachtskalender und Losungen

An den Büchertischen der Gemeinden können Sie bald nach den Sommerferien Kalender und Losungen für das nächste Jahr erhalten.

Wort für heute
Abreißkalender/Buchkalender 7,45 Euro
Großdruck Abreißkalender 9,90 Euro
Losungen der Brüdergemeinde
Kartoniert 3,70 Euro
Schreibausgabe 8,95 Euro
Großdruck kartoniert 4,80 Euro
Buchkalender
Termine mit Gott 4,50 Euro
Mit der Bibel durch das Jahr 8,95 Euro
Licht und Kraft
Gebunden 11,80 Euro
Reiseausgabe 10,80 Euro



Urlaubs- und Abwesenheitszeiten der Hauptamtlichen

1.-18.8. Urlaub Anette Obergfell
10.-15.8. Ulrich Ziegler und Markus Ebinger auf einer Tagung der Internationalen Historischen Kommission der EmK in Tallinn/Estland
Die Kasualvertretung in dieser Zeit hat Pastor i.R. Paul Nollen-berger (Telefon 0911/541425.
17.8.-12.9. Urlaub Ulrich Ziegler
27.8.-14.9. Urlaub Markus Ebinger


Zum Vormerken:
Gemeindefreizeit der Paulusgemeinde 2005


Vom 29.4. bis 1.5. 2005 findet wieder eine Gemeindefreizeit in Heiligenstadt statt.


Herzliche Grüße und Gottes Segen für die Ferienzeit.
Ihre Ulrich Ziegler, Markus Ebinger und Anette Obergfell.

 

last update: brf_0405.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
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