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Ich glaube; hilf meinem
Unglauben!
Markus 9,24
Liebe Leserin, lieber Leser!
Beim ersten Blick auf diesen Vers dachte ich: Das könnte mein Satz sein:
"Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" Und ich war gespannt in welcher Geschichte
dieser Satz stehen und wer ihn gesagt haben könnte. Es stammt von einem
Mann, dessen Sohn einen sprachlosen Geist und die Symptome eines epileptischen
Anfalls hatte. Die Jünger hatten bereits versucht, ihn zu heilen. Doch
sie konnten es nicht. Da kommt Jesus hinzu, weist die Jünger verärgert
zurück, und spricht zu dem Mann: "Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt."
Und dann fällt der oben genannte Satz: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!"
In diesem Satz steckt zugleich viel Verzweiflung, aber auch großer Mut.
Glaube - das heißt Vertrauen in Gottes heilsames Handeln - ist nicht immer
frei von zweifelndem Unglauben. So manche Situation und Erfahrung aus
dem Alltag macht uns das Glauben schwer. Etwa der Verlust eines lieben
Angehörigen. Und wie bei diesem Mann wechseln Glaube und Unglaube in Sekundenschnelle.
Wichtig aber ist die Richtung des Glaubens: Vom mangelndem Vertrauen hin
zu einem gewissen Vertrauen. Nicht der ist "gläubig", der nicht mehr zweifelt
und sich durch nichts vom Glauben abbringen lässt. Das wäre ein mechanischer
und kaltherziger Glaube. Sondern der ist "gläubig", der sich von Jesus
im Glauben über seinen Unglauben hinweg helfen lässt. Martin Luther hat
einmal gesagt: "Das christliche Leben ist nicht ein Frommsein, sondern
ein Frommwerden, nicht ein Gesundsein, sondern ein Gesundwerden."
Dem Mann konnte Jesus helfen. Sein Sohn wurde gesund und der Unglaube
des Mannes bestätigte sich nicht. Jesus weist seine Jünger darauf hin,
dass dem Mann allein durch das Gebet geholfen werden konnte. Ich wünsche
uns, dass das vertrauensvolle Reden mit Gott und die Bitte um Hilfe und
Heilung uns vom Unglauben zum tiefen und gewissen Vertrauen auf Gottes
Hilfe führt.
Markus Ebinger
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Ordination bei der Jährlichen
Konferenz
Vor fast 11 Jahren begann mein Weg ins Predigtamt. Bei der diesjährigen
Konferenz fand die lange Vorbereitungs- und Ausbildungszeit endlich ihr
Ende: Ich wurde zur Pastorin ordiniert und in die volle Mitgliedschaft
der Konferenz aufgenommen. Ein langer Weg mit vielen wichtigen Stationen
- darunter die Zeit als Pastorin auf Probe in Nürnberg - liegt damit
hinter mir, und die anfängliche Unsicherheit im Gemeindedienst wich
mehr und mehr der Freude und der Gewissheit, "am rechten Ort zu sein".
Die Ordination markiert nun den Schlusspunkt einer langen Ausbildungszeit
(und ich bin froh, dass die Zeit der Lehrgänge und Prüfungen
erst einmal vorbei ist) und ist für mich zugleich ein wichtiger Doppelpunkt:
Getragen von der Bestätigung und Empfehlung vieler Menschen aus ganz
unterschiedlichen Gemeinden, von der Kirche beauftragt und ermächtigt
und von Gott gesegnet habe ich mein volles Ja zu einem lebenslangen Dienst
in der Kirche gegeben.
Bei diesem Dienst stehe ich allerdings nicht allein auf (gar verlorenem)
Posten, das ist mir wichtig. Ich bin Teil der Gemeinde und arbeite gemeinsam
mit vielen Christinnen und Christen an der Sache Gottes. Und ER ist es
letztlich, der dazu das Gelingen geben kann. Auf IHN bin ich in allem
Tun und Lassen angewiesen. Das möchte ich nie vergessen.
Von Herzen danken möchte ich daher allen, die mich auf meinem Weg
bisher begleitet haben und weiter begleiten (z.B. durch ihre Mitarbeit
oder im Gebet). Ein ganz herzliches Dankeschön an Sie und Euch alle
für Eure Unterstützung! Ich fühle mich wohl unter Ihnen/Euch
und freue mich sehr, dass ich für ein weiteres Jahr die Dienstzuweisung
in die Nürnberger Paulusgemeinde erhalten habe.
In herzlicher Verbundenheit
Ihre/Eure Anette Obergfell
Kennzeichen methodistischer Gottesdienste.
Wo kommen wir her?
Thesen von Joachim Georg
1. "Der traditionelle Predigtgottesdienst im Protestantismus hat
an Anziehungskraft verloren. Eine Rede, umrahmt von zwei Liedern, Schriftlesung
und Gebet kann die Körpersprache des Leibes Christi, die gerade im
Gottesdienst ihre besondere Aussagekraft gewinnen kann, nicht wirklich
zur Geltung bringen." (Walter Klaiber)
Gottesdienst ist mehr als Predigt. Wir können den Reichtum der Lebensäußerungen
des Glaubens im Gottesdienst neu entdecken und Liturgie so gut wie möglich
gestalten. Dazu benötigen wir mehr Zeit, als wir bisher dafür
aufwenden. Aber es lohnt sich.
2. "Es ist gefährlich, irgendwel-che Gottesdienstformen für
verbindlich zu erklären. Wir behaupten, dass Menschen so Gottesdienst
feiern, wie sie glauben - und das hat Konsequenzen. Reformen können
nur darin bestehen, Menschen zu befähigen mit einer verstärkten
Hingabe und Beteiligung Gottesdienst zu feiern." (James F. White)
Aufgrund unserer methodistischen Geschichte sind wir frei in der Ausformung
unserer Liturgie. Es geht jedoch nicht um Beliebigkeit, sondern um die
Gestaltung, die der aktuellen lokalen Gemeinde, den Zeichenformen des
Evangeliums und den wesentlichen Kennzeichen unserer Tradition entsprechen.
3. "Festlich wird der Gottesdienst am ehesten, wenn man ihn nicht
alleine vorbereitet, wenn man ihn betend vorbereitet und wenn die, die
ihn vorbereiten, sich selber wie Kinder darauf freuen." (Wolfgang
Vorländer)
Nur das ist ein methodistischer Gottesdienst, an dem in der Vorbereitung
mindestens vier Personen aus der Gemeinde beteiligt und in dem verschiedene
Personen und Gaben der Gemeinde sichtbar, hörbar und fühlbar
sind.
4. Für die Zukunft unserer Gottesdienst ist entscheidend von der
Pastorenzentrierung zur Gemeindegestaltung zu kommen. Die Pastorinnen
und Pastoren "erfüllen ihren Auftrag" nicht nur "durch
die Predigt", sondern sind für die theologische Motivierung
von Mitarbeitenden verantwortlich und dafür, dass eine Atmosphäre
der Offenheit für Gottesdienstgestaltung entsteht.
Bauopfer
Diesem Gemeindebrief liegt ein Kuvert für das Bauopfer bei. Es ist für
die Tilgung der Restschuld des Gemeindezentrums Hersbruck gedacht. Wir
danken herzlich für Ihre Gaben!
WIR BLICKEN NACH VORNE
AREF auf Sendung
Auf UKW 92,9 können Sie an folgenden Tagen unser AREF-Team hören
(immer sonntags zwischen 10 und 12 Uhr): 15.8. und 19.9.
An allen anderen Sonn- und Feiertagen ist AREF natürlich ebenfalls
auf Sendung!
Schulanfang
Am Sonntag, den 12.9. werden wir in der Paulusgemeinde besonders die Kinder,
Jugendliche und Erwachsene segnen, für die nach den Sommerferien Neues
beginnt. So weit uns zur Abfassungszeit des Gemeindebriefes bekannt kommt
Vanessa Kraus in die Schule, für Nicolai Wegenast, Aaron Schleihauf
und Christofer Ziegler beginnt der Kindergarten.
Bayerischer Flugtag
Zum schon traditionellen Flugtag laden die Jungscharen am Samstag, 25.9.
ein. Nähere In-formationen liegen rechtzeitig auf.
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Am 3.10. laden wir herzlich zum Erntedankfest in die Paulusgemeinde ein.
Nach dem Famili-engottesdienst findet ein leckerer Brunch statt.
Kinderfreizeit
Vom 8. Bis 10. Oktober geht´s wieder nach Müncherlbach zur Herbsrucker
Kinderfreizeit. Die, die schon mal dabei waren wissen, dass es wieder spannend
wird. Biblische Geschichten, Geländespiel und vieles mehr wird von
den Mitarbeitern geboten. Wer mit will, sollte sich am besten gleich anmelden,
denn wir haben nur 20 Plätze. Anmeldungen gehen an Markus Ebinger.
100. Geburtstag der Evangelischen Allianz
Nürnberg
Mit der diesjährigen Fränkischen Glaubenskonferenz am 9. und 10.
Oktober feiert die Evangelische Allianz ihren 100. Geburtstag. Aus diesem
Anlass wird am Samstag, den 9.10. am Kornmarkt ein Straßenfest stattfinden,
bei dem wir auch vertreten sein werden. Am Sonntag, den 10.10. laden wir
zur Glaubenskonferenz in die Meistersingerhalle ein. Der Gottesdienst in
der Paulusgemeinde wird nicht stattfinden.
Nähere Informationen zur "Geburtstagsfeier" folgen.
Andachtskalender und Losungen
An den Büchertischen der Gemeinden können Sie bald nach den Sommerferien
Kalender und Losungen für das nächste Jahr erhalten.
Wort für heute
Abreißkalender/Buchkalender 7,45 Euro
Großdruck Abreißkalender 9,90 Euro
Losungen der Brüdergemeinde
Kartoniert 3,70 Euro
Schreibausgabe 8,95 Euro
Großdruck kartoniert 4,80 Euro
Buchkalender
Termine mit Gott 4,50 Euro
Mit der Bibel durch das Jahr 8,95 Euro
Licht und Kraft
Gebunden 11,80 Euro
Reiseausgabe 10,80 Euro
Urlaubs- und Abwesenheitszeiten der Hauptamtlichen
1.-18.8. Urlaub Anette Obergfell
10.-15.8. Ulrich Ziegler und Markus Ebinger auf einer Tagung der Internationalen
Historischen Kommission der EmK in Tallinn/Estland
Die Kasualvertretung in dieser Zeit hat Pastor i.R. Paul Nollen-berger (Telefon
0911/541425.
17.8.-12.9. Urlaub Ulrich Ziegler
27.8.-14.9. Urlaub Markus Ebinger
Zum Vormerken:
Gemeindefreizeit der Paulusgemeinde 2005
Vom 29.4. bis 1.5. 2005 findet wieder eine Gemeindefreizeit in Heiligenstadt
statt.
Herzliche Grüße und Gottes Segen
für die Ferienzeit.
Ihre Ulrich Ziegler, Markus Ebinger und Anette Obergfell.
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