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Er hat seinen Engeln
befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
Psalm 91,11
Dieser Vers aus dem 91. Psalm weckt bei mir gute Gefühle. Denn ich kenne
ihn durch die Vertonung von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Dieses berührende
Chorwerk haben wir in meiner Heimatgemeinde im Chor gesungen. Und ich
habe damals über die Musik einen Zugang zur biblischen Botschaft der Psalmen
gewonnen. In einzigartiger Weise vermittelt die Motette Mendelssohns etwas
von der tiefen Ruhe und Geborgenheit unter Gottes Schutz. Diese Musik
ist die Sprache der Engel. Die Beterinnen und Beter des Psalms bekannten
Gott ihre Zuversicht und ihr Vertrauen in den Gefahren des Lebens. Gottes
Engel behüten sie auf allen Wegen, tragen sie auf Händen über unwegsames
Gelände und geleiten sie durch bedrohliche Situationen. Dabei werden Gottes
Engel nicht auf die weihnachtlichen Rauschgoldengel reduziert - schön
anzusehen, lockiges Haar, blond, mit Flügeln. Diese Engel sind Boten,
die Gottes Auftrag und seine Befehle aus-führen. In unserer Erfahrung
gewinnen sie Gestalt durch Menschen, die sich als Werk-zeuge Gottes gebrauchen
lassen. Mir sind schon oft Menschen zu Boten Gottes geworden, die genau
das Richtige gesagt oder getan haben. Die Boten Gottes wirken oft im Verborgenen.
Meist erkennen wir es erst im Nachhinein, dass sie am Werk waren. Zweierlei
ist darum wichtig. Einerseits dürfen wir uns von Gott als seine Boten
senden und gebrauchen lassen. Wo kann ich heute Gottes Botin oder Bote
sein? Andererseits dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns durch seine
Botinnen und Boten beschützt. Das geschieht nicht immer so, wie wir es
uns vorstellen. Doch getragen von Gottes Engeln durchschreiten wir manche
Gefahr getrost. Wo ist das in den vergangenen Tagen geschehen? Seinen
Engeln befohlen,
Ihr/Euer Markus Ebinger
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Dankeschön ...
sage ich allen, die sich in der seit vier Jahren stattfindenden Adventsbesinnung
in der Paulusgemeinde mit einbringen. Ohne musikalische Begleitung und
ohne Kinderbetreuung wäre die Reihe für mich sozusagen nur ein halbes
Angebot. Obwohl im vergangenen Advent sehr wenige kamen bzw. kommen konnten
- ich freue mich über diese Begegnungen, das Vorbereiten und Durchführen.
Für dieses Jahr plane ich wieder drei Adventsbesinnungen anzubieten, das
Thema oder die Themen werde ich im Sommer auswählen. Und dann werde ich
im Verlaufe des Herbstes wieder nachfragen - können Sie, kannst du mitmachen?
Vielleicht haben Sie oder hast du Lust, sich / dich mit einzubringen?
Es würde mich freuen.
Madeleine Weishaupt
Einer trage des anderen Last
Diesem Gemeindebrief liegt wieder ein Spendenkuvert der Aktion "Einer trage des anderen Last" bei. Mit dieser Aktion un-terstützen wir die Gemeinden im Osten Deutschlands.
Monatsbeiträge und Umlage
Im ersten Gemeindebrief eines neuen Jahres konnten Sie bisher erfahren,
mit welcher Summe unser Bezirk bei der sogenannten Umlage, also den Personal-
und Sachkosten unserer Kirche, dabei ist. Ab diesem Jahr wird das anders.
Die Umlage errechnet sich neu aus den Zahlen des Vorjahres, also aus denen
von 2003 (bisher aus dem vorvergangenen Jahr, also 2002). Die neuen Zahlen
kommen erst im Laufe des Jahres. Wir werden Sie dann wieder darauf hinweisen.
Es tut unseren Finanzen natürlich auch jetzt schon gut, wenn Sie Ihren
Beitrag entsprechend anpassen können.
WIR BLICKEN NACH VORNE
AREF auf Sendung
Auf UKW 92,9 können Sie an folgenden Tagen unser AREF-Team hören (immer sonntags zwischen 10 und 12 Uhr):
22.02., 28.03. und 09.04.
Die "neue" Pauluskirche 1954
Der Gemeindebrief" (GB) im Gespräch mit Pastor i.R. Paul Nollenberger
(PN), der von 1952-1955 Pastor an der Paulusgemeinde war.
GB: Weshalb wurde in der Südstadt die neue Pauluskirche gebaut?
PN: Das Grundstück in der Altstadt, auf dem die im Krieg zerstörte Pauluskapelle
stand, war nur 190 qm groß. Außerdem sah die Planung der Stadt vor, dass
die ganze Gegend verändert wird. Man hatte also keine Möglichkeit mehr,
dort zu bauen. Hier in der Südstadt stand ein größeres Gelände zur Verfügung,
auf dem einmal die Friedenskapelle stand. Zuerst erstellt man die Holzkirche,
dann später das Gemeindezentrum, was sich auch sehr bewährt hat.
GB: Der Bau hatte auch Konsequenzen für die Bezirksarbeit. Welche?
PN: Der Schwerpunkt wurde in den Süden der Stadt verlagert. Ein Problem
war, dass alle Mittel des Bezirkes für den Neubau eingesetzt wurden. Ich
habe es erlitten, dass die Pegnitztalgemeinden darunter zu leiden hatten.
Die Gemeindeschwester wurde von dort abgezogen. Es wurde auch abgelehnt,
dass ich nach Hersbruck oder Pommels-brunn gezogen wäre, um dort eine
Bezirksarbeit zu beginnen.
GB: Von außen sieht unser Bau überhaupt nicht aus wie eine Kirche, sondern
passt sich in die Wohnblocks ein. War das so geplant?
PN: Zunächst wollten wir nur ein einstöckiges Gebäude hinstellen. Die
Stadt hat dann Einspruch erhoben und verlangt, dass die riesige Baulücke
durch ein fünfstöckiges Gebäude geschlossen wird.
GB: Bei unseren Kirchenbauten werden normalerweise auch viele Eigenleistungen
erbracht. Was war hier möglich?
PN: Es war kaum etwas möglich. Der ganze Bau wurde an eine Firma vergeben.
Ich selber habe einiges mitgemacht, zum Beispiel nachmittags geschippt.
Eigenleistung war damals eigentlich nicht gefragt.
GB: Was hatte der Bau insgesamt gekostet?
PN:Etwa 400.000 DM. Allein die Decke auf dem Kirchenraum, die noch drei
Stockwerke darüber tragen musste, kam auf 40.000 DM. Das war damals viel
Geld.
GB: Beim Einweihungsgottesdienst waren Hunderte von Menschen dabei, die
nicht mal alle Platz fanden. Wo kamen die alle her?
PN: Es war natürlich ein großes Erlebnis, auch für die Südstadt hier.
Die Nachbargemeinden waren gut vertreten. In der Nachkriegszeit waren
die Menschen dem Evangelium gegenüber auch aufgeschlossener als heute.
GB: Vielen Dank für das Gespräch!
Jubiläumschor
Am Mittwoch, 4.2., und am Don-nerstag, 12.2., jeweils um 19.30 Uhr, trifft
sich der Chor, um für das Jubiläum zu üben. Herzliche Einladung!!
Seminar "Gottesdienst als Feier der Gemeinde"
mit Pastor Joachim Georg in der Paulusgemeinde
Am Samstag, 28. Februar wird Joachim Georg, Pastor in Esslingen, bei uns
zu Gast sein. Von 15.00 bis 19.00 Uhr erläutert er die Hintergründe unseres
Gottesdienstes. Praktische Tipps und Übungen zur Gestaltung (Lesung, Zusammenspiel
von Musik und Text und vieles mehr) schließen sich an. Schließlich wenden
wir uns der Gestaltung des Gottesdienstes am nächsten Tag zu, den Joachim
Georg hält. Eingeladen sind alle, die am Gottesdienst (auch gelegentlich)
mitwirken..
Bezirkskonferenz am 3. März
Die nächste BK tagt am 3.3. ab 19 Uhr in der Paulusgemeinde. Wichtigster
Tagesordnungspunkt neben dem Haushaltabschluss und den Berichten der Hauptamtlichen
wird die anstehende Empfehlung von Anette Obergfell zur Ordination und
Aufnahme in die Jährliche Konferenz sein.
5. März 2004: Weltgebetstag Liturgie
aus Panama
Im Glauben gestalten Frauen Zukunft Panama - die einen denken dabei an
Janoschs Kinderbuch "Oh, wie schön ist Panama", die anderen an den berühmten
Panamakanal. Die Verfasserinnen der Weltgebetstagsliturgie stellen uns
Panama als den "Mittelpunkt der Welt" und das "Herz des Universums" vor.
Panama lebte, lebt und litt als Brückenland. Es liegt zwischen Mittel-
und Südamerika, zwischen Pazifik und Atlantik und verbindet Erdteile und
Ozeane seit knapp 100 Jahren durch den Panamakanal miteinander. Heute
leben etwa 2,9 Millionen Menschen in dem Land, das etwas größer ist als
Bayern. Sie sprechen Spanisch oder Englisch oder eine der vielen kleinen
Sprachen, die zu den acht Prozent indigener Bevölkerung gehören, die seit
der Zeit der Konquistadoren noch übrig sind. Panama ist ein überwiegend
katholisches Land, am Weltgebetstag wirken aber besonders auch viele Protestantinnen
unterschiedlicher Prägung mit. Gemeinsam stellen sie sich der Herausforderung:
Im Glauben gestalten Frauen Zukunft. Sie erinnern an die ermutigende,
aber kaum bekannte Geschichte von den fünf Töchtern des Zelofhad (4. Buch
Mose), die mit Gottes Hilfe durchsetzen, dass sie das Land ihres Vaters
erben dürfen und damit Rechtsgeschichte schreiben. Sie berufen sich auf
Maria von Magdala - eine Frau - von Gott so ernst genommen, dass er ihr
anvertraut hat, die Zentralbotschaft der Christenheit, die Auferstehung
Christi, "unter die Leute zu bringen". Und sie erinnern mit Paulus daran,
dass wir diesen Schatz des Evangeliums nur in zerbrechlichen Gefäßen tragen.
Aber so wie Paulus, der sich selbst in seiner Krankheit als ein zerbrechliches
Gefäß verstand, sich nicht daran hindern ließ, sein Apostelamt zu erfüllen,
so sollen Frauen nicht mehr sagen können, sie seien zu schwach und zu
unbedeutend, um als Christinnen Zukunft zu gestalten.
Jugendkreisfreizeit
Vom 5. bis 7. März gönnt sich der Jugendkreis ein freies Wochenende
in Müncherlbach. Dazu sind alle Jugendlichen aus der Paulusgemeinde
und aus Hersbruck ganz herzlich eingeladen. Weitere Infos und Anmeldungen
über Anette Obergfell
Gemeindevorstand Paulusgemeinde
Die nächste Sitzung findet am 11. März ab 19.30 Uhr zusammen mit den Teams
der Kinder- und Jugendarbeit statt.
Abendmahl - trennend und verbindend
Drei Abende gestalten Methodisten, Lutheraner und Katholiken aus der Nürnberger
Süd-stadt gemeinsam. Im ersten Teil findet eine Abendmahlsfeier nach
der jeweiligen Tradition statt. Im zweiten Teil erfahren Sie dazu Hintergründe
und es schließt sich ein Gespräch über das jeweilige Abendmahlsverständnis
an.
Dienstag, 23. März, 19.30 Uhr
Paulusgemeinde (methodistisch)
Mittwoch, 24. März, 19.30 Uhr
St. Markus (evang.-lutherisch)
Donnerstag, 25. März, 19.30 Uhr
St. Ludwig (römisch-katholisch)
Nachmittag der Begegnung
Der nächste Nachmittag, an dem Menschen aus osteuropäischen
Ländern und aus der Paulusgemeinde zusammentreffen, findet am Sonntag,
28. März um 15 Uhr statt.
Karwoche und Ostern in der Paulusgemeinde
Dienstag, 06.04.04: 19.30 Uhr Passionsandacht
Mittwoch, 07.0404: 19.30 Uhr Passionsandacht
Donnerstag - Gründonnerstag, 08.04.04: 19.30 Uhr Passaabend
Freitag - Karfreitag, 09.04.04: 9.30 Uhr Gottesdienst mit Feier des Abendmahls
Sonntag - Ostern, 11.0404: 6.15 Uhr Osterspaziergang am Schmausenbuck
mit Andacht, 8.00 Uhr Osterfrühstück, 9.30 Uhr Osterfestgottesdienst
Bibelabende mit der Christuskirche
Vom 20.-23. April finden wieder gemeinsame Bibelabende mit dem Blauen
Kreuz und der Christuskirche in den Räumen der Christuskirche statt.
475 Jahre Protestantismus
"Abweichler" läuteten die Geburtsstunde ein
Speyer, im Jahr 1529: Unter den Fürsten, die sich in der Domstadt
zum Reichstag versammelt haben, ist die Stimmung alles andere als gut.
Mehr noch - die von überall her auf beschwerlichen Wegen angereisten
Gäste sind in zwei konfessionelle Lager gespalten, in ein katholisches
und ein evangelisches.
Die Dispute über Gewissensfreiheit und Religionsbestimmung, Glaubensentscheidung,
Einfluss und Macht, angestoßen vom Reformator Martin Luther, gipfeln
auf diesem zweiten Speyerer Reichstag in einer Protestnote - gerichtet
an die Stände der altgläubigen Mehrheit. Die Evangelischen wollten
sich von der katholischen Mehrheit nicht verbieten lassen, im Sinne Martin
Luthers Missstände in der Kirche anzuprangern. Der 19. April 1529
gilt daher als der Geburtstag des Protestantismus.
Tatsächlich war der vor 475 Jahren von fünf Fürsten (Kurfürst
Johann von Sachsen, Markgraf Georg von Brandenburg, Herzog Ernst von Braunschweig-Lüneburg,
Landgraf Philipp von Hessen und Fürst Wolf zu Anhalt) und 14 Städten
(Straßburg, Augsburg, Ulm, Kon-stanz, Lindau, Memmingen, Kempten,
Nördlingen, Heilbronn, Reutlingen, Isny, St. Gallen, Weißenburg
und Windsheim) mitgetragene Protest ein bis dato einmaliger Fall.
"Wir haben uns einmütiglich verglichen und einander in guten,
wahren Treuen zugesagt und versprochen, dass keiner vom geistlichen oder
weltlichen Stande den anderen des Glaubens halber vergewaltigen, dringen
oder überziehen soll", schworen sich die "Abweichler"
auf Widerstand ein.
Ein Satz mit großer Tragweite, denn damit bekannten sie sich zur
Freiheit des Gewissens, traten - acht Jahre nach dem Wormser Edikt, das
Martin Luther zum Ketzer erklärt hatte - entschlossen für das
Evangelium ein. Die Protestation im Jahre 1529 stand am Anfang der politischen
Durchsetzung der religiösen Toleranz in Deutschland.
Sie ist, so der pfälzische Kirchenpräsident Eberhard Cherdron,
heute wieder ein Thema. Das Kreuz im Klassenzimmer oder das Kopftuch einer
Lehrerin lassen danach fragen: Was heißt Freiheit des religiösen
Bekenntnisses?
Infos: www.protestantisch2004.de
Christine Keßler-Papin
Freizeitheim Müncherlbach
Termine zum Vormerken sind: 24.3.04 Arbeitseinsatz 26.3.04 Großputz
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