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"Zieht
den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer
Gerechtigkeit und Heiligkeit."
Epheser
4,24
"Kleider machen Leute", so sagt es der Volksmund. Und an diesem
Sprichwort ist durchaus etwas Wahres, denn wir wissen alle, dass ein entsprechendes
Äußeres vieles verbergen und vertuschen kann, was unter der
Oberfläche liegt. Mit dem richtigen Outfit kann man einen Eindruck
wecken, der so vielleicht gar nicht stimmt und nur Fassade ist.
Im Monatsspruch für April ist auch von einem Kleiderwechsel die Rede.
In Epheser 4,24 wird gesagt, welches Kleid dem Christen gut zu Gesicht
steht. Und dabei geht es nicht um bloße Fassade. Der "neue
Mensch", der den Christen kleiden soll, ist mehr als nur ein Deckmäntelchen.
Das macht Paulus in den Versen, die unserem Monatsspruch vorausgehen,
unmissverständlich deutlich: "Legt den alten Menschen und den
früheren Lebenswandel ab, und er-neuert euer Denken und eure ganze
Gesinnung!" Die Verwandlung, die mit diesem Kleiderwechsel verbunden
ist, ist also nicht äußerlich, sondern sie geht durch und durch.
Das neue Kleid des Christen und der neue Lebenswandel soll nun etwas deutlich
machen von dem, wie Gott sich den Menschen gedacht hat. Denn Gottes Bild
spiegelt sich im neuen Menschen wider. Und die Kennzeichen des neuen Daseins
sind Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Sind wir damit nicht etwas über-fordert? Natürlich möchte
ich gerne, dass Gott durch mein Leben sichtbar wird und dass Gerechtig-keit
und Heiligkeit meinen Lebenswandel prägen. Aber allzu oft merke ich,
dass ich scheitere und schnell an meine Grenzen komme. Immer wieder neu
muss ich mir dann den neuen Menschen anzie-hen.
Hilfreich ist für mich dabei das Bild des Kleides. Wenn ich morgens
aufstehe, bin ich froh, dass meine Kleider schon bereit liegen. Ich muss
nicht erst anfangen zu nähen oder zu stricken, sondern brauche die
frische Kleidung nur anzuziehen. Genauso ist es mit dem neuen Menschen.
Dieses "Kleid" muss ich nicht erst selbst zustande bringen,
sondern Gott legt es mir bereit, und ich brauche es nur anzuziehen.
Christus hat uns vorgelebt, was es heißt, als neuer Mensch zu leben.
In ihm wurde das Bild Gottes - ja vielmehr, in ihm wurde Gott selbst -
sichtbar und erfahrbar. Durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung
am Ostermorgen hat er es auch uns ermöglicht, als neue Menschen zu
leben. Denn seither liegt das neue Kleid für uns bereit. Weil Christus
unser Verhältnis zu Gott wieder ins Reine gebracht hat, deshalb ist
auch für uns ein Leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit vor Gott möglich,
ein Leben, in dem sich Gott widerspiegeln kann.
Anette Obergfell
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Aus
der Bezirkskonferenz (BK)
Neben
Berichten der Hauptamtli-chen und der Annahme des Jahres-abschlusses 2001
war die Empfeh-lung von Markus Ebinger zur Auf-nahme in die Jährliche
Konferenz und zur Ordination ein gewichtiger Tagesordnungspunkt. Die BK
sprach diese Empfehlung einstimmig und ohne Einschränkung aus. Damit
wird für Markus Ebinger ein langer Studien- und Ausbildungsweg ab
der nächsten Konferenz im Juni zu Ende gehen. Wir freuen uns mit
ihm, an diesen Punkt gekommen zu sein, und wünschen ihm Gottes Beglei-tung
für seine weitere Arbeit in Hersbruck und Pommelsbrunn.
Hausangelegenheiten in der Paulusgemeinde
Robert
Kerth und Andrej Kronhardt haben sich bereit erklärt, in der Paulusgemeinde
kleinere Reparaturen zu besorgen.
Herzlichen Dank dafür!!!
Frauenfreizeit
vom 1.-3.3.2002
Diesmal etwas
später im Jahr als sonst, trafen wir - acht Frauen der mittleren
Generation aus der Paulusgemeinde - uns in Müncherlbach zur Freizeit.
Wir hatten Frau Dr. Schenker aus Reutlingen eingeladen, die uns schon
am Freitagabend in unser Thema "Körper-Rhetorik" einführte.
Am Samstag konnten wir noch weitere acht Tagesgäste begrüßen.
In der Theorie und auch mit praktischen Übungen erfuhren wir viel
über Körper und Geist, linke und rechte Hirnhemisphäre.
Auch der Austausch untereinander und das Gespräch kamen nicht zu
kurz. Am Sonntag feierten wir einen Gottesdienst zum Weltgebetstag und
nach Kaffeetrinken und einem Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein klang
ein interessantes Wochenende aus.
Der "Frauen-Treff"
Einsegnung in Hersbruck
Brechend voll war der Kirchenraum zur Einsegnung in Hersbruck. Die Einsegnung
bildete den Abschluss des Kirchlichen Unterrichts (KU) von Friederike
Deuschle, Jochen Karmazin, Anne Lätari, Jakob Seitz und Sarah Wood.
Druckfrisch gab es ein Heft, das von den Jugendlichen zu Themen aus dem
KU erarbeitet wurde. Im Gottesdienst sang ein kleiner Gospelchor erfrischende
Lieder. Markus Ebinger predigte über die Geschichte von Jesus mit
seinen Jüngern auf dem See Genezareth. Er machte den Jugendlichen
Mut, "mit Jesus in einem Boot" zu sitzen. Gleichzeitig machte
er deutlich, dass die Jugendlichen nun auch selbst Verantwortung für
ihren Umgang mit Glaube und Kirche tragen. Die zahlreichen und mehrheitlich
fremden Gäste fanden ein überwiegend positives Echo für
unseren methodistischen Gottesdienst.
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