Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - 03.2002

 HOME

"Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit."
Epheser 4,24

"Kleider machen Leute", so sagt es der Volksmund. Und an diesem Sprichwort ist durchaus etwas Wahres, denn wir wissen alle, dass ein entsprechendes Äußeres vieles verbergen und vertuschen kann, was unter der Oberfläche liegt. Mit dem richtigen Outfit kann man einen Eindruck wecken, der so vielleicht gar nicht stimmt und nur Fassade ist.
Im Monatsspruch für April ist auch von einem Kleiderwechsel die Rede. In Epheser 4,24 wird gesagt, welches Kleid dem Christen gut zu Gesicht steht. Und dabei geht es nicht um bloße Fassade. Der "neue Mensch", der den Christen kleiden soll, ist mehr als nur ein Deckmäntelchen.
Das macht Paulus in den Versen, die unserem Monatsspruch vorausgehen, unmissverständlich deutlich: "Legt den alten Menschen und den früheren Lebenswandel ab, und er-neuert euer Denken und eure ganze Gesinnung!" Die Verwandlung, die mit diesem Kleiderwechsel verbunden ist, ist also nicht äußerlich, sondern sie geht durch und durch.
Das neue Kleid des Christen und der neue Lebenswandel soll nun etwas deutlich machen von dem, wie Gott sich den Menschen gedacht hat. Denn Gottes Bild spiegelt sich im neuen Menschen wider. Und die Kennzeichen des neuen Daseins sind Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Sind wir damit nicht etwas über-fordert? Natürlich möchte ich gerne, dass Gott durch mein Leben sichtbar wird und dass Gerechtig-keit und Heiligkeit meinen Lebenswandel prägen. Aber allzu oft merke ich, dass ich scheitere und schnell an meine Grenzen komme. Immer wieder neu muss ich mir dann den neuen Menschen anzie-hen.
Hilfreich ist für mich dabei das Bild des Kleides. Wenn ich morgens aufstehe, bin ich froh, dass meine Kleider schon bereit liegen. Ich muss nicht erst anfangen zu nähen oder zu stricken, sondern brauche die frische Kleidung nur anzuziehen. Genauso ist es mit dem neuen Menschen. Dieses "Kleid" muss ich nicht erst selbst zustande bringen, sondern Gott legt es mir bereit, und ich brauche es nur anzuziehen.
Christus hat uns vorgelebt, was es heißt, als neuer Mensch zu leben. In ihm wurde das Bild Gottes - ja vielmehr, in ihm wurde Gott selbst - sichtbar und erfahrbar. Durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung am Ostermorgen hat er es auch uns ermöglicht, als neue Menschen zu leben. Denn seither liegt das neue Kleid für uns bereit. Weil Christus unser Verhältnis zu Gott wieder ins Reine gebracht hat, deshalb ist auch für uns ein Leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit vor Gott möglich, ein Leben, in dem sich Gott widerspiegeln kann.
Anette Obergfell


AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Aus der Bezirkskonferenz (BK)

Neben Berichten der Hauptamtli-chen und der Annahme des Jahres-abschlusses 2001 war die Empfeh-lung von Markus Ebinger zur Auf-nahme in die Jährliche Konferenz und zur Ordination ein gewichtiger Tagesordnungspunkt. Die BK sprach diese Empfehlung einstimmig und ohne Einschränkung aus. Damit wird für Markus Ebinger ein langer Studien- und Ausbildungsweg ab der nächsten Konferenz im Juni zu Ende gehen. Wir freuen uns mit ihm, an diesen Punkt gekommen zu sein, und wünschen ihm Gottes Beglei-tung für seine weitere Arbeit in Hersbruck und Pommelsbrunn.


Hausangelegenheiten in der Paulusgemeinde

Robert Kerth und Andrej Kronhardt haben sich bereit erklärt, in der Paulusgemeinde kleinere Reparaturen zu besorgen.
Herzlichen Dank dafür!!!

Frauenfreizeit vom 1.-3.3.2002

Diesmal etwas später im Jahr als sonst, trafen wir - acht Frauen der mittleren Generation aus der Paulusgemeinde - uns in Müncherlbach zur Freizeit. Wir hatten Frau Dr. Schenker aus Reutlingen eingeladen, die uns schon am Freitagabend in unser Thema "Körper-Rhetorik" einführte. Am Samstag konnten wir noch weitere acht Tagesgäste begrüßen. In der Theorie und auch mit praktischen Übungen erfuhren wir viel über Körper und Geist, linke und rechte Hirnhemisphäre. Auch der Austausch untereinander und das Gespräch kamen nicht zu kurz. Am Sonntag feierten wir einen Gottesdienst zum Weltgebetstag und nach Kaffeetrinken und einem Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein klang ein interessantes Wochenende aus.
Der "Frauen-Treff"


Einsegnung in Hersbruck

Brechend voll war der Kirchenraum zur Einsegnung in Hersbruck. Die Einsegnung bildete den Abschluss des Kirchlichen Unterrichts (KU) von Friederike Deuschle, Jochen Karmazin, Anne Lätari, Jakob Seitz und Sarah Wood. Druckfrisch gab es ein Heft, das von den Jugendlichen zu Themen aus dem KU erarbeitet wurde. Im Gottesdienst sang ein kleiner Gospelchor erfrischende Lieder. Markus Ebinger predigte über die Geschichte von Jesus mit seinen Jüngern auf dem See Genezareth. Er machte den Jugendlichen Mut, "mit Jesus in einem Boot" zu sitzen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Jugendlichen nun auch selbst Verantwortung für ihren Umgang mit Glaube und Kirche tragen. Die zahlreichen und mehrheitlich fremden Gäste fanden ein überwiegend positives Echo für unseren methodistischen Gottesdienst.

 

last update: brf_0203.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
created by: - GRUENER -