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Jesus
Christus spricht: "Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit,
wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe."
Johannes
12,46
Wir Menschen machen es oft wie die Bürger der Stadt Schilda: Sie
errichteten ein prächtiges Rathaus. Doch als der Bau fertig war,
bemerkten die Bürger der Stadt, dass sie in ihrem Eifer die Fenster
vergessen hatten. Nun war guter Rat teuer. Wie konnten sie Licht in das
Rathaus hineinbringen? Die Lösung war schnell gefunden. Sie sammelten
das Sonnenlicht in Säcke und schleppten es in das Gebäude hinein.
Welche Anstrengungen unternehmen wir, damit Licht in die dunklen Stellen
unseres Leben hineinkommt? Regelmäßige Besuch im Solarium reichen
noch nicht, um Licht ins Dunkel zu bringen. Das Licht der südlichen
Sonne weicht meist schon am ersten Arbeitstag dem Grau in Grau des Alltags.
Die strahlenden Scheinwerfer der Fernsehkameras versprechen den schnellen
Erfolg. Aber sie wenden sich auch gnadenlos ab. Der Glanz eines goldenen
Colliers macht die matten Augen einer Frau kaum heller. Welches Licht
erfüllt unser Leben mit dauerhaftem Lichterglanz?
Es ist Gott selbst, der in Jesus un-ser Leben hell macht! Warum? Weil
wir im Licht der göttlichen Vergebung einen ungetrübten Blick
auf unser Leben werfen können. Im Licht der Vergebung können
wir auch auf die dunklen Stellen schau-en, die wir unter großen
Anstren-gungen verbergen. Und es wird hell in einem Leben, weil wir das
trügerische Licht nicht mehr in Säcke packen müssen.
Gott ist als ein Licht in die Welt gekommen. Nicht als ein furchterregender
Angstmacher. Wenn Gott nur Angst und Schrecken verbrei-tet, dann verdient
er nicht, Gott genannt zu werden. Gott ist Licht. Mit Jesus hat er das
ein für allemal klar gemacht. Dieses Licht macht unser Leben hell.
Und nicht immer ist das nur angenehm, denn es kommt eben auch manch Dunkles
zutage. Doch unser Leben darf nicht in der Finsternis bleiben. Und deshalb
macht Jesus die dunklen Flecken weiß. Menschen, die Jesus vertrauen,
leben im Licht. Und das steckt andere an.
"Gut,"-sagen vielleicht jetzt einige - "das habe ich schon
hundertmal gehört". Ja, dann achte darauf, dass dein Licht ansteckend
wird.
"Aber," - sagen andere - "bei mir will es gerade gar nicht
hell werden." Dann vertraue darauf, dass gerade in der dunkelsten
Stunde der Tag nicht mehr fern ist. Gott ließ nach dem Dunkel des
Todesta-ges die Helle des Auferstehungs-morgens folgen. Weil Jesus in
der dunkelsten Stunde gehorsam war, ist sein Licht heller als alle Dunkel-heit.
Und ich wünsche und hoffe, dass wir mit dem Liederdichter Gerhard
Tersteegen einstimmen können: "Du durchdringest alles, lass
dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die
zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stillehalten, lass mich
so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen."
Viele Grüße,
Ihr/Euer Markus Ebinger
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Pivnice
15.01.02
zu
erst möchte ich Ihnen von unseren Gemeinden in Kisac und Pivnice
liebe Grüsse ausrichten. Absicht dieses Schreibens ist es, Ihnen
für Ihre Vorbereitungen und Ihren Besuch bei uns in Vojvodina ein
bisschen zu ermutigen und bekräftigen in Ihrem Entschluss, zu uns
zu kommen.
Mit großer Freude kann ich sagen, dass auch unsere Leute schon jetzt
fleißig an diesem langersehnten Besuch arbeiten, damit es für
alle zur Freude und Festigung unserer Be-ziehungen zu unserem Herrn Jesus
Christus wird. Diese Vorbereitungen machen sich dadurch bemerkbar, dass
25 Leute in Kisac und 10 Leute aus Pivnice an einem deutschen Sprachkurs
teilnehmen.
Liebe Gemeinde, ich möchte Ihnen zur Kenntnis geben, dass sich unsere
Geschwister sehr auf das Wiedersehen mit Ihnen freuen. Sie wissen, dass
man bei uns in etwas einfacheren Lebensbedingungen lebt, aber ich kann
Ihnen versichern, dass unsere Leute alles tun werden, was in ihren Kraft
steht, um Ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu ermögli-chen. Wir
haben die Möglichkeit, al-le Gäste in Privatquartieren unterzubringen.
Dadurch bietet sich die Ge-legenheit, die Menschen und ihren Lebensraum
besser kennen zu ler-nen. Man hat so die Möglichkeit, deutsch - slowakische
Kenntnisse gegenseitig am Abend oder beim Frühstück zu üben.
Ebenfalls kann man auch ein Stück weit erleben, in welchen Lebensumständen
sich die Menschen befinden, womit sie zu kämpfen haben, aber auch
welche Vorteile sie besitzen. Es spricht sehr vieles dafür, die Möglichkeit
der Privatquartiere in Anspruch zu nehmen (schließlich auch deshalb,
weil sie umsonst sind).
Falls es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht möglich
ist, in Privatquartieren untergebracht zu werden, bietet sich die Möglichkeit,
in einem Hotel in Novi Sad unterge-bracht zu werden. Bitte melden Sie
sich dann bei Uli Ziegler.
Liebe Gemeinde, abschließend möchte ich nochmals die Freude
auf unser Wiedersehen von mir, meiner Familie sowie unserer Gemeinden
zum Audruck bringen.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft bei den Vorbereitungen und Gottes Segen
und seine Begleitung auf diesem Weg.
Liebe Grüsse,
Ihr Pastor Mihal Hrcan
Reise nach Kisac
51
Personen werden über Pfingsten die schon öfter angekündigte
Reise nach Kisac antreten.
Musikalisch wollen wir dazu Verschiedenes auf die Beine stellen.
Informationen dazu folgen.
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