Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - 12.2001

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"Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen."
Jesaja 12,2

Liebe Leserin, lieber Leser!

bald ist es wieder so weit. Die Adventssonntage ziehen vorbei. Weihnachten steht vor der Tür: das Fest des kleinen Kindes, in dem Gott uns nahe kommt - zu unserer Rettung. Dann die ruhigen Tage kurz vor dem neuen Jahr. Dann ist es wieder so weit: Jahreswechsel. Ein Jahr vergangen. Über dem neu-en steht der Bibelvers aus dem Propheten Jesaja als Jahreslosung. Ein Bekenntnis, eine feste Absicht, ein großer Entschluss. Und noch mehr: Dass Gott meine Rettung ist, gründet auf Erfahrung. Da muss was passiert sein.
Bei Jesaja ist das Zukunftsmusik. Beim Messias und in seinem Friedensreich können das Menschen (erst) sagen.
"Uns ist ein Kind geboren," werden wir bald singen. Ein Kind, das Rettung bringt. Ein Kind, in dem Frieden entsteht, mitten in unserem ganz persönlichen Leben, mitten in unserer friedlosen Welt.
Ein Kind - ausgerechnet. Was bringt schon ein Kind zuwege? Was kann schon ein Kind ausrich-ten, wenn wir Erwachsene nicht so recht wissen, wie es zum Frieden kommt? Mit Gewalt! Mit Gesprächen und Verhandlungen? Und - wer will denn schon Friede? Mit denen? Da ist kein Friede zu ma-chen!?
Gott, der sich in diesem kleinen Kind von Weihnachten zeigt, will retten und Frieden stiften. Es kommt wohl darauf an, sich auf diesen Gott einzulassen. "Ihm will ich vertrauen." Mit ihm will ich ei-nen Weg gehen. Vielleicht so einen wie die Hirten, die in ihrem armseligen Alltag beschenkt wurden. Oder einen wie die Magier, die Großes ahnten und nachschauen kamen. Oder einen wie schon unzählige Menschen vor uns. Sie fassten Vertrauen. Sie glaubten Gott, der so nahe zu uns kommt. Und sie vertrauten seiner Friedensbotschaft.
Das könnte doch was für Sie sein! Dass Sie sich neu einlassen auf Jesus, das Kind von Weihnachten, dass Sie Vertrauen fassen und nicht verzagen und keine Angst haben. Auf diesen Wegen kann die neue Jahreslosung eine gute Begleiterin werden.

Uli Ziegler


AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Gliederaufnahme in der Paulusgemeinde

Am 04.11. wurden in einem festli-chen Gottesdienst Robert Kerth, Judith und Robert Kraus und Madeleine Weishaupt als Glieder unserer Kirche aufgenommen. Die Feier des Abendmahls machte uns das Verbindende untereinander und mit Jesus Christus bewusst und deutlich. Eindrücklich war die Erzählung des je eigenen Lebens- und Glaubensweges der Vier.
Als Paulusgemeinde freuen wir uns sehr und danken Gott dafür. Die nächste Gliederaufnahme wird voraussichtlich im Frühjahr sein. Interessierte Menschen können sich an Pastorin Anette Obergfell oder Pastor Ulrich Ziegler wenden.



Unsere Häuser und das Bauen

Es vergeht kein Jahr, in dem nicht irgendwo repariert und modernisiert werden muss.
In jüngster Zeit ließen wir eine Wohnung in der Humboldtstraße renovieren. In den nächsten Jahren werden nach und nach alle Wohnungen drankommen. Zum Teil stammt die Ausstattung des Hauses noch aus der Bauzeit in den 50er Jahren. Wir müssen also was tun. Pro Woh-nung entstehen Kosten von ca. 30.000 DM.
Die Wohnung der weiteren Pastorin in Nürnberg wurde renoviert.
Viel geschah in Eigenleistung. Dafür herzlichen Dank!
Als nächste größere Geschichte steht die von der Stadt verlangte Kanalinspektion an. Wir gehen da-von aus, dass wir danach die Kanalanschlüsse sanieren müssen und rechnen mit Kosten in Höhe von 25.000 DM.
Gefragt sind immer wieder Kleinre-paraturen.
Wer hier mithelfen kann, erspart uns manchen Handwerker!


Wohlfahrtsmarken

Ab sofort gibt es sie wieder, die Wohlfahrts- und Weihnachtsbrief-marken. Mit dem Kauf dieser Marken unterstützen Sie unsere Ge-meinde in Hersbruck.
Bitte melden Sie sich bei Ingrid Rohlederer oder Ruth Bär.



Jungsenioren-Wandertag

Die Bahnhofsuhr zeigt 8.50 Uhr, frohgestimmt und erwartungsvoll startet eine kleine Gruppe "Jungse-nioren" in ein neues Wanderaben-teuer. Unser Ziel war der Hohen-stein. Es war ein angenehmes Wan-derwetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt und ab und zu ein kleiner Schauer als Erfrischung.
Zu Mittag gab es wunderbare Rösti und auch was anderes. Das Einzige, das wir vermissten, war die schöne Aussicht auf die herbstbunten Höhen der Fränkischen Schweiz.
Herr Bär aus Hersbruck hat uns gut geführt, wir fanden richtig zum Bahnhof in Schnaittach. Bei der An-kunft in Nürnberg vergoldete die Abendsonne freundlich die Dächer unserer Heimatstadt! Schön war's!
Die nächste Wanderung findet am 03.01.2002 statt.
Gudrun Engelhardt



Regionaler Jugend - GoDi (Gottesdienst) " Leben mit Gott-was bringt`s ? "

Am Abend des 20.10. drehte ich wieder einmal meine einsamen Run-den durch die Nürnberger Südstadt. Als ich meinen Weg durch die Gugelstraße fortsetzte, stutzte ich plötzlich. Etwas war anders als sonst. Ich ließ meinen Blick durch die nähere Umgebung schweifen und entdeckte doch tatsächlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Jungen, der auf der Telefonzelle saß. Klarer Fall von Jugendlichen, die in ihrer Freizeit nichts Besseres zu tun haben - dachte ich. Aber merkwürdigerweise wurde er von den um ihn Herumstehenden Zachäus genannt. Zudem machte einer von ihnen Bilder mit einer Digitalkamera. Sollte das etwa ein neuer Werbespot dieses Telefonanbieters sein ? Kombiniere : Sehr unwahr-scheinlich ! Um meinen Verdacht zu bestätigen, musste ich weitere Nachforschungen anstellen. Diese ergaben, dass es sich bei der verdächtigen Aktion um eine Arbeitsgruppe eines Jugend - GoDis handelte, die die biblische (Zachäus) - Geschichte nachgestellt hat. Durch Zeugenaussagen erfuhr ich außerdem, dass sich nach einem "Wer-bin-ich-Spiel" ( Lösungswort: Zöllner) alle in solche Gruppen aufteilten. Es gab Rollentheater, bei dem man sich in die Personen der Z-Geschichte hineinver-setzte, Spiele mit Außenseiterrollen, zwei Gruppen, die Collagen erstellten, eine Musik + Rap-Gruppe und die bereits erwähnte Telefonaktion.
Aufgrund jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Zeugenbefragung und geschulter Beobachtungsgabe meine ich sagen zu können, dass die aktive Art und Weise, sich einem Bibeltext anzunähern, auf Begeisterung stieß. So auch der abschließende Gedankenanstoß (von Agent PE): So wie der Bildhauer und Künstler Michelangelo aus einem fast schon zerschlagenem Marmorblock die eindrucksvolle Davidfigur schuf, kann Gott mit uns unser Le-ben gestalten. Kombiniere: Das bringt`s !
Während ich beim anschließenden Bistro meinen Cocktail schlürfte, beschloss ich heimlich, nächstes Mal von Anfang an dabei zu sein - wenn ich nicht gerade wieder eine heiße Spur verfolgen sollte.
Mr. ?!!

i.A. Tanja Rohlederer



"Gruppe für Jugendliche - junge Erwachsene - Junggebliebene o.ä."

Es sind Überlegungen im Gange, ob Interesse an einer weiteren Gemein-degruppe besteht, sei es in Form ei-nes Hauskreises, einer Fortführung des früheren "Gruftikreises" oder eines Gebetsfrühstücks bzw. -abendessens. Es ist alles noch völlig offen, und wir freuen uns über Ideen und Anregungen.
Intessenten zum Mitmachen und Überlegen können sich an Anette Obergfell oder Sonja Illing und Rai-ner Kübler wenden. Tel. 63 23 430



Ein ungewöhnlicher Theater-abend in Hersbruck

Mit großem Engagement trugen die vier Schauspieler der Theatergruppe Covenant Players am vergangenen Samstag, 17.11., verschiedene Stücke vor. Bei ihrem Auftritt in der Hersbrucker Gemeinde kamen sie mit erstaunlich wenigen Requisiten wie Tischen und Stühlen aus. Die Theaterstücke griffen allesamt menschliche Lebensfragen auf. So meldete sich etwa ein Radiohörer bei einer bekannten Moderatorin und wollte am Telefon wissen, was der Grund für ihren Lebensoptimismus sei. Sie wurde von der ungewöhnli-chen Rückfrage überrascht und kam ins Stocken. Bis sie vor den Ohren der Radiozuhörer ein ungewöhnli-ches Bekenntnis ablegte. Christliche Antworten auf Fragen des Lebens - und das in der unterhaltsamen Form des Theaters. Die vier Schauspieler boten eine einmütige Botschaft, obgleich sie sich aus vier Nationalitäten zusammensetzten.


Willow Creek

Gespannt und voller Erwartungen fuhren sieben Leute der Hersbrucker Gemeinde am 14. November für vier Tage zum Willow-Creek-Kongress nach Erfurt. Und wir wurden reich beschenkt. "So wird ihre Gemeinde ansteckend" lautete das Thema. Bill Hybels, der Pastor der Willow Creek Community Church bei Chicago, und seine Mitarbeiter machten mit vielen Beispielen deutlich, dass eine Gemeinde viele Möglichkeiten hat, das Evangelium weiterzusagen. An-hand von Apostelgeschichte 2 hat er vor 26 Jahren mit dem Gemeinde-aufbau in Willow Creek begonnen. Zur Gemeinde gehören heute mehre-re tausend Menschen. Ansporn dafür waren ihm und seinen Mitarbeitern die Liebe Gottes zu allen Menschen.
Beeindruckend war die Einfachheit und Klarheit seiner Aussagen. Die Veranstaltungen begannen mit fröhlichen Anbetungsliedern und ließen auch Raum für sehr persönliche Er-fahrungen. Immer wieder wurden auch unsere Herzen tief berührt und angeregt. Man hatte nicht den Eindruck, dass es "gemachte" Emotio-nen waren. Ich habe für mich mitgenommen, dass persönliche Evangelisation meinen Gaben entsprechend geschehen kann. Und ich habe ge-lernt, dass das Reden über Gottes Liebe zu uns Menschen Kreativität und Anleitung braucht. Ich wünsche mir, dass wir Seminare und evange-listische Aktionen unserer Gemein-den bewusster wahrnehmen. Ent-scheidend ist, dass wir uns persönlich einbringen und an der Vision ei-ner wachsenden Gemeinde nach Apg. 2 mitarbeiten. Viele Aufgaben, seien sie auch noch so klein, dienen diesem Ziel - einem Ziel, das viele Energien freisetzen kann.
Dankbar bin ich auch dafür, dass in unserer Hersbrucker Gemeinde schon vieles auf einem guten Weg ist. Ich habe keinen Grund, mich von den positiven Erfahrungen in Erfurt überfordern zu lassen. Ich will wei-ter an einer ansteckenden Gemeinde arbeiten und meine Begeisterung da-für weitertragen. Die Geschwister, die in Erfurt dabei waren, dürfen gerne angesprochen und nach ihren Erfahrungen befragt werden. Es wa-ren dabei: Heike Bauriedel, Christine Berger-Dienlin, Arthur und Karin Meneikis, Martina und Pia Willuhn.
Am Dienstag, den 11. Dezember, bieten wir um 20.00 Uhr einen ersten Gemeindeabend, an dem wir ei-nige Erfahrungen von Erfurt weiter-geben wollen. Dazu sind alle Mit-glieder, Hauskreisteilnehmerinnen und -teilnehmer, sowie der ganze Gemeindevorstand herzlich eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele sich zu diesem A-bend einladen lassen.

Markus Ebinger


Der Euro, der Jahreswechsel und unsere Kassen

Mit diesem Jahreswechsel wird un-ser Geld auf den Euro umgestellt. Sie haben es sicher mitbekommen, vielleicht auch die eine oder andere Befürchtung. Alle, die eine Grup-penkasse verwalten, bekommen ein Anschreiben, was sie bis wann getan haben sollten. An Sie alle haben wir auch einige Bitten, deren Erfüllung uns das Leben erleichtert:
o Wenn Sie Ihren Monatsbeitrag per Dauerauftrag überweisen, stellt Ihre Bank ab 01.01.2002 automatisch auf Euro um. Damit ergeben sich ir-gendwelche Cent-Beträge. Unsere Bitte: Runden Sie Ihren Monatsbeitrag auf einen glatten Eurobetrag auf.
o Unsere Buchverwaltung wird dieses Jahr komplett in D-Mark, nächstes Jahr ab 01.01.2002 komplett in Euro geführt werden. Natürlich bleibt die D-Mark bis Ende Februar 02 gesetzliches Zahlungsmittel. Für uns einfacher wird es, wenn Sie Bar-Spenden oder auch Bar-Beträge ab nächstes Jahr in Euro geben.
o Um den Kassenabschluss wirklich in D-Mark hinzubekommen, müssen wir alle Barbeträge spätestens am 27.12.01 bekommen. Später anfallende Kollekten oder eingehende Spenden müssen wir auf's neue Jahr buchen.
o Ein Grund dafür ist, dass zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel fast keine Arbeitstage liegen. Die Banken werden Überweisungen auch nur dann in diesem Jahr weiter-leiten, wenn sie rechtzeitig vor Weihnachten getätigt werden. Bitte denken Sie daran!
Bei irgendwelchen Unklarheiten oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an Daniel oder Hans Grüner oder an mich.

Ulrich Ziegler

 

last update: brf_0112.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
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