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"Jeder
achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das des anderen."
Philliper 2,4
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Aufforderung, auch auf das Wohl des anderen zu achten, ist nicht
so einfach. Besonders schwer ist es in dem überfüllten Alltag, der viel
Zeit und Kraft von uns fordert. Jeder ist mit seiner eigenen Sache beschäftigt,
jeder hat seine eigenen Interessen und Ziele im Leben, denen er nachgeht.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet scheint es manchmal, dass wir keine
Zeit und Kraft für den anderen haben.
Doch dieser Spruch will uns ein Stück weit helfen, dass wir uns im eigenen
Leben nicht verzetteln und unser Lebensziel nicht aus den Augen verlieren.
Die Ostergeschichte, das Fest, an dem wir Jesu Sieg über den Tod feiern,
ist uns ein Zeichen, dass es im Leben noch mehr gibt, als nur das Irdische.
Wer dagegen das Leben als Schauplatz betrachtet, an dem er sich bemüht,
sich selbst zur Schau zu stellen, der verliert den anderen aus dem Blickfeld.
Wer meint, allein mit eigener Weisheit, Kraft oder Begabung sein Leben
meistern zu können, läuft Gefahr, sein Gegenüber als Störfaktor zu sehen.
Christus, unser Herr, will uns von diesem Denken und Handeln befreien.
Er will uns von den Ängsten, im Leben zu kurz zu kommen, frei machen.
Wir sind eingeladen, unser Leben Gott anzuvertrauen, dann brauchen wir
diese Ängste nicht zu haben. In dieser Freiheit achten wir auch auf das
Wohl des anderen.
Schließlich sind wir gemeinsam auf dem Weg, der auch den Tod überschreitet.
Jesus hat uns diesen Weg vorgelebt und gezeigt, dass wir dabei nicht allein
sind. Er geht mit, er begleitet uns manchmal auch in der Rolle unserer
Mitmenschen, wenn wir an seine Worte denken: "Was ihr diesen Kleinsten
von euch getan habt, das habt ihr mir getan."
Wir brauchen einander, wir sind aufeinander angewiesen, was auch folgende
Geschichte deutlich macht:
Ein Blinder und ein Lahmer wurden einmal von einem Waldbrand überrascht.
In panischer Angst rannte der Blinde wie irre umher und geriet dabei gerade
aufs Feuer zu.
Da schrie der Lahme: "Nicht dahin, dort kommst du nicht durch!"
Aber der Blinde buhlte zurück: "Wohin soll ich denn sonst laufen?
Soll ich etwa stehen bleiben, bis das Feuer mich erfasst hat?"
Der Lahme antwortete: "Ich könnte dir ja einen Weg durch das brennende
Dickicht zeigen. Meine Augen sind gut, aber ich kann ja nicht laufen."
Da nahm der Blinde den Lahmen auf seine Schultern, und der Lahme wies
ihm den Weg. So konnten sie zusammen einen Weg aus dem Feuer finden.
Ich wünsche uns diese Freiheit von Gott, die uns die Augen öffnet und
uns befähigt, auch auf das Wohl des anderen zu achten. Dabei werden wir
Neues entdecken, das unser Leben reich macht.
Ihr Mihal Hrcan
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Bericht
aus Kisac - Jugoslawien
(geschrieben am 3. Mai von Pastorin Ana Palik-Kuncak )
Die Erwartungen sind erfüllt. Endlich hat der Bau an unserer Kirche begonnen.
Ungefähr zehn Jahre haben wir darauf gewartet. Am 6. März haben wir den
Grundstein gelegt. Es war schön, dass neben der Gemeinde auch ökumenische
Vertretung dabei war. Seit der Grundsteinlegung ist vieles fertig geworden.
Die Mauern stehen schon fest, und ein Teil ist schon zugedeckt. Ich bin
Gott sehr dankbar, dass Er uns geholfen hat, eine gute, schnelle und günstige
Firma für diesen Bau zu finden. Innerhalb von vier Monaten möchte sie
das ganze Gebäude aufstellen, wenn wir entsprechendes Wetter haben. Bis
jetzt war doch eine Woche Schnee und viel Regen, aber die Arbeiter sind
gut dran. Dieser Bau hat großes Interesse bei allen Medien erweckt. So
spricht man dabei über Methodismus durch Radio und Fernsehen. Ich geniesse
diese Zeit. Manchmal bin ich sehr müde, aber voll Freude. Das ist auch
eine Gabe Gottes. Der Architekt Ondrej Mrlian hat uns auch seelsorgerlich
geholfen: "Denkt daran, Ihr seid die Generation, die die Kirche bauen
darf." Das verpflichtet uns, uns gut zu entscheiden, so dass auch die
nächste Generation damit zufrieden ist. Auch die Kinder von der Sonntagsschule
bringen ihre Beiträge zum Bau. Sie interessieren sich, wie das aussehen
wird und freuen sich daran. Das ist so hoffnungsvoll. Die geplanten Mittel
für die Kirche (16,5 m breit und lang) mit 350 Sitzplätzen betragen 400.000
DM. Diese Mittel werden durch das Bischofssekretariat gesammelt. Wir als
Gemeinde und Kirche machen alles, was uns möglich ist. Pläne und Baubewilligung
haben wir für das ganze Haus bekommen. Vorwiegend notwendig ist noch der
vordere Teil des Hauses, wo Pastorenwohnung und einige Gästezimmer sein
sollen. Es werden noch Räumlichkeiten für die Kinder und Jugendarbeit
dabei sein. Dieser Teil ist in einem sehr schlimmen Zustand, aber wir
wollten mit der Kirche beginnen, damit die Gemeindearbeit nicht leiden
muss. Für diesen Teil haben wir noch keine Mittel. Wenn sie noch kommen
(bei Gott ist nichts unmöglich), würden wir im Sommer weitermachen. Für
diese Gästezimmer hätten wir gerne einige Möbelstücke gebrauchte, die
Mihal Hrcan mit seinem Transport nach Jugoslawien mitbringen könnte. Liebe
Gemeinde, wir denken gerne an Sie alle und danken für die Liebe und das
Mittragen unserer Last. Wir freuen uns auf Pfingsten in einem Jahr, Sie
hier bei uns begrüßen zu dürfen. Egal, ob wir die Gästezimmer fertig haben
werden oder nicht, wir werden Sie gerne in unseren Wohnungen aufnehmen.
Gott sei mit Ihnen. Mit herzlichem Gruß,
Ana Palik-Kuncak.
Öko-Service
Gebrauchte Druckerpatronen und Druckerkartuschen können bei einem
Öko-Service gegen ein Entgelt abgegeben werden. In der Paulusgemeinde
findet sich ein Sammelbehälter. Wenn Sie selber oder Ihre Firma bisher
die leeren Druckpatronen weggeworfen haben, geben Sie sie in Zukunft bitte
ab! Es ist nicht nur umweltschonender, wir können auch etwas Geld
damit verdienen!
Buchcafe
Die Renovierungen kommen langsam aber stetig voran. Etwas Schwierigkeiten
bereitete uns der Boden im vorderen Bereich. Ansonsten aber werden die
neuen Räume sehr schön werden. Martina Willuhn, Ruth Bär und Kers-tin
Pudelko-Chmel haben die Ausges-taltung geplant und sind die Ansprechpartnerinnen
für alle organisatorischen Fragen.
Markus Ebinger
Jugendfreizeit in Müncherlbach
Ende der Pfingstferien möchten wir gern mit den Jugendlichen der Paulus-
und Zionsgemeinde eine gemeinsame Freizeit gestalten. Wir wollen Gemeinschaft
erleben und erfahren, dass wir zusammen auf dem Weg sind, den Jesus gegangen
ist. Ich hoffe, dass es uns gelin-gen wird, die Vorteile einer Gemeinschaft
zu entdecken und in unser Leben aufzunehmen. Die Freizeit findet vom 13.
- 17. Juni in Müncherlbach statt. Eingeladen sind alle Jugendlichen ab
14 Jahren, die Lust und Interesse haben und Gemeinschaft mit anderen erleben
wollen. Die Anmeldungen habe ich bereits an die Jugendlichen aus unserer
Gemeinde versandt, falls noch Anmeldungen benötigt werden, werde ich sie
gern weitergeben.
Mihal Hrcan
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