Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - 03.2001

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"Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden."
Lukas 24,5-6



Bei einer Bergwanderung fragt ein Junge: "Vater, ist auf dem Berg, wo das Kreuz steht, ein Mensch abgestürzt?" "Nein", erklärt der Vater, "das Kreuz auf einem Gipfel bedeutet, dass Menschen den Berg mit seinen Gefahren besiegt und bezwungen haben. Hier ist das Kreuz ein Zeichen des Sieges und nicht des Todes!"
Als die Frauen am Ostermorgen an das Grab kommen, ist ihnen das Kreuz noch ein Zeichen des Todes. Sie wollen den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Ölen salben. Aber das Kreuz ist bereits zum Zeichen des Sieges über den Tod geworden. Das Grab ist leer. Wieviele Berge gibt es in unserem Leben, Berge von Schwierigkeiten und zwischenmenschlichen Belastungen, Berge von Sorgen und schlaflosen Nächten, Berge von Leid und Schuld, Berge von Einsamkeit und Verbitterung? Jesus hat alle diese Berge besiegt und be-zwungen. Auf ihnen steht das Siegeszeichen des Kreuzes.
Hat Jesus auch an unserem Leben, an meinem Leben sein Zeichen des Sieges angebracht? Sind wir, bin ich von Jesus handsigniert? Wer vom Zeichen des Sieges signiert ist, braucht nicht zu resignieren, wie die beiden Frauen, als sie zum Grab gehen. Erst als sie merken, dass der Tote bei den Lebenden ist, kommen sie in Bewegung. Entsetzen, aber auch grosse Freude erfasst sie. Ja, noch viel mehr, sie können sich vor Freude kaum bremsen und eilen zu den Jüngern zurück. "Der Herr ist auferstanden!" Die Resignation weicht der Hoffnung, denn wir leben nicht mehr auf die grosse Niederlage des Sterbens und Verlierens hin. Darum lasst uns unter den Sieg Jesu stellen und ihn bitten, dass er uns zeichnet, segnet und signiert.

Euer
Markus Ebinger




AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Kisac

Wie bereits viele erfahren haben, hat uns die Gemeinde Kisac in Jugoslawien für nächstes Jahr in den Pfingstferien eingeladen.
Die letzte Bezirkskonferenz beschloss, diese Einladung zu einer gemeinsamen Begegnung anzunehmen. Derzeitiger Planungsstand ist, ca. vier Tage in einem geeigneten Haus in Österreich zu verbringen und ebenfalls etwa vier Tage nach Jugoslawien zu fahren. Dort wollen wir natärlich auch Anett, Mihal und Emma in Pivnice besuchen. Ich bin überzeugt, dass diese Begegnung für die Gemeinde dort und für uns selber sehr bereichernd sein wird. Das war schon beim Besuch des Chores aus Kisac bei uns im letzten Jahr zu spüren.
Für die Begegnung wollen wir einen Chor zusammenstellen, der in Jugoslawien auftritt. Das weitere Programm ist noch nicht geplant. So viel steht aber fest: eine Woche in den Pfingstferien 2002. Und: Wir schauen darauf, dass für alle, die mit wollen, die Reise finanzierbar wird. Am Geld sollte es nicht scheitern.

Uli Ziegler



Unsere Finanzen gehen uns alle an

Die EmK finanziert sich, im Gegensatz zu den deutschen Staatskirchen, ausschliesslich aus Spenden. Deshalb ist es wichtig und mir ein besonderes Anliegen, die Finanzen unserer Gemeinde möglichst klar und verständlich zu erläutern. Wir als Freikirche sind auf regelmässige Gaben angewiesen. Jede/r SpenderIn soll aber nachvollziehen können, wofür unsere Gemeinde die Spenden / Monatsbeiträge verwendet hat.
Unser Gemeindehaushalt lässt sich bei den Einnahmen und Ausgaben grob in drei grosse Blöcke einteilen.

Bei den Einnahmen sind dies:
1. Monatsbeiträge,
2. Spenden,
3. Mieteinnahmen unserer Häuser.

Auf der Ausgabenseite stehen gegenüber:
1. Umlage,
2. Ausgaben für die Gemeinde
3. Ausgaben für die Häuser.

1. Monatsbeiträge
Mit den Monatsbeiträgen zahlen wir unsere Umlage an unsere Geschäftsstelle in Stuttgart.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Umlage"?
Über die Umlage werden verschiedene Ausgaben der Süddeutschen Konferenz der EmK auf die einzelnen Gemeinden umgelegt. Dies sind zum Beispiel:
Personalkosten für die Pastoren, die Superintendenturen, Ausgaben für die Jährliche Konferenz, Kosten des Bildungswerks und Jugendwerks, anteilige Kosten des Theologischen Seminars u.s.w.
Es werden viele überregionale Aufgaben über die Umlage finanziert.
Wir müssen für jedes Gemeindeglied dieses Jahr ca. 90,00 DM pro Monat Umlage abführen. Im vergangenen Jahr konnten wir unseren Umlageanteil nicht mehr aus den Monatsbeiträgen decken.
In der Paulusgemeinde kam es 2000 zu einem Fehlbetrag von -19.000,00 DM. Unsere Hersbrucker Gemeinde konnte durch einen Überschuss bei den Monatsbeiträgen diesen Defizit etwas mindern. Für den gesamten Bezirk führte dies zu einem Fehlbetrag von -11.000,00 DM.
Diese Entwicklung, die innerhalb unseres Bezirks durch die unterschiedliche Altersstruktur sehr verschieden ist, bereitet mir viel Sorge. Ich bitte jeden zu prüfen, ob Ihr euren Monatsbeitrag erhöhen könnt, um Lücken zu schliessen, die entstanden sind. Wir müssen hier auch für die einstehen, die nicht in der Lage sind, ihren vollen Monatsbeitrag zu leisten. Ich will hier nur kurz erwähnen, dass uns viele Freunde der Gemeinde durch Gaben bei den Monatsbeiträgen unterstützen.
Unser jährliches Defizit bei der Aktion "Einer trage des anderen Last" verringerte sich deutlich auf knapp 4.000,- DM. Mit dieser Zahl liegen wir im Konferenzdurchschnitt sehr gut. Der jährliche Betrag, den wir abführen müssen, beträgt 50,00 DM pro Glied. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

2. Spenden
Mit den Einnahmen aus Spenden, Kollekten ... finanzieren wir unsere laufenden Ausgaben für die Gemeindearbeit, dies umfasst z.B. Kosten für den Gemeindebrief, Gemeindebus, Kirchenheizung, Versicherungen und vieles mehr.
Im Bereich "Spenden" konnten wir ein deutliches Plus von + 7.000,00 DM verbuchen. So konnten wir die Gemeinde aus Kisac mit 11.000,00 DM unterstützen, und es war möglich, unsere Tonne noch vor unserem Jubiläum zu renovieren.

3. Einnahmen aus kirchlichen Liegenschaften
Wir haben im vergangenen Jahr deutlich weniger in unsere Häuser investiert (Einnahmen:160.000,00 DM; Ausgaben: 84.500,00 DM) und verwendeten 75.000,00 DM für unseren Gemeindehaushalt.
Da unser Haus in der Humboldtstrasse im Laufe der nächsten Jahre renoviert werden muss, werden wir hierfür entweder Geld aus Mieteinnahmen verwenden (wenn diese nicht zur Deckung von Finanzlöchern gebraucht werden) oder ein Darlehen aufnehmen müssen.
Unser Schuldenstand beträgt "nur" noch 530.000,00 DM. Wir konnten im letzten Jahr 82.685,00 DM tilgen. Diesen Betrag begleichen wir aus der Zeile, in der Mehreinnahmen steht. Im Laufe der letzten Jahre ist es uns gelungen, einen beträchtlichen Teil unserer Schulden abzutragen. 1995 hatten wir noch fast 1.000.000,00 DM Schulden. Ich möchte mich bei allen bedanken, die hierbei mitgeholfen haben in Form von Darlehen, Bauspenden und sonstigen Gaben. Kurz erwähnen möchte ich noch, dass die Summe der Bauspenden des gesamten Bezirks letztes Jahr nur noch gut 10.000,- DM betrug.
In diesem Zusammenhang sei auch gesagt, dass wir Ende März grössere Darlehensbeträge an Gemeindeglieder zurückzahlen müssen. Wenn jemand bei diesen Darlehen einspringen kann, brauchen wir kein Darlehen bei der Baukasse unserer Kirche in Stuttgart zu beantragen. In diesem Falle wenden Sie sich bitte an Pastor Ziegler.
Im Namen der Gemeinde und des Haus- und Finanzausschusses bedanke ich mich für Euer Vertrauen und Euere Gaben, mit denen wir unsere Gemeindearbeit im vergangenen Jahr finanzieren konnten. Für viele ist es nicht leicht, das Geld, welches Sie unserer Gemeinde zur Verfügung stellen, von Ihrem Einkommen abzuzweigen. - Noch einmal ein herzliches Dankeschön für alle Unterstützung. Wenn noch die eine oder andere Frage offen geblieben ist, könnt Ihr gerne auf mich zu kommen.

Mit besten Wünschen
Euer Joachim Hammer
(Vorsitzender des Haus - und Finanzausschusses)



Öko-Service

Gebrauchte Druckerpatronen und Druckerkartuschen können bei einem Öko-Service gegen ein Entgelt abgegeben werden. In der Paulusgemeinde findet sich ein Sammelbehälter. Wenn Sie selber oder Ihre Firma bisher die leeren Druckpatronen weggeworfen haben, geben Sie sie in Zukunft bitte ab! Es ist nicht nur umweltschonender, wir können auch etwas Geld damit verdienen!



Jugendkreisfreizeit

Nachdem wir letztes Jahr Österreich unsicher gemacht hatten, hat es uns diesen Winter nach Tippach ver-schlagen. Fernab von jeglicher Zivilisation, d.h. von fliessendem Wasser und Strom, verbrachte unser Jugendkreis drei tolle Tage in der guten, alten Hütte, die sicherlich den meisten bekannt ist. Auch wenn der Wald nicht so verschneit war wie gewöhnlich, unternahmen wir wilde Schlittenfahrten. Daneben verbrachten wir viel Zeit mit gemeinsamem Singen und Spielen. Auch eine nicht zu kurze Nachtwanderung durfte auf keinen Fall fehlen. Am zweiten Tag tauschten wir uns in einer Bibelarbeit über den 13. Psalm aus. Dabei ergaben sich sehr vielfältige Interpretationen, und beim Vortragen der gemeinsam geschriebenen Geschichten zum Thema des Psalms hatten wir eine Menge Spass. Als die Sonne bereits untergegangen war, machten wir ein Nachtgeländespiel und liessen den Tag danach am Lagerfeuer ausklingen. Am nächsten Morgen hiess es dann aufräumen und leider auch schon Abschied nehmen. Die Sonne lachte - Ob sie sich wohl freute, dass im Tippacher Wald wieder Ruhe einkehrt ?

Tanja Rohlederer



Follow me - Folge mir nach

Unter dem Thema "Nachfolge" fand am Samstag, den 17.03.01 unser 2. regionaler Jugendgottesdienst statt. An diesem Abend kamen knapp 40 Jugendliche aus Erlangen, Hersbruck, der Zionsgemeinde und unserer Paulusgemeinde zusammen. Am Anfang des Gottesdienstes stimmten wir uns passend zum Thema mit einem Spiel ein, bei dem wir mit verbundenen Augen jemandem nachfolgen sollten. Hier erfuhren wir, was es bedeutet, jemandem nachzufolgen, dem man vertrauen kann, gerade dann, wenn man orientierungslos ist. Durch ein lustiges Anspiel hat uns unsere Junioren-Theatergruppe nicht nur bei guter Laune gehalten, sondern uns auch verdeutlicht, dass man auch Dingen nachfolgen kann, die uns völlig verblenden und uns aufdringlich werden lassen. Durch vier Verkehrszeichen - Vorfahrt, Sackgasse, gefährliche Kurve und Freie Fahrt - haben wir versucht, jugendgerecht den Weg der Nachfolge Jesu darzustellen. Unsere Botschaft war dabei, dass Jesus uns "freie Fahrt" im Leben ermöglichen kann. In der Nachfolge bewahrt er uns dabei vor so manchen "Sackgassen" (nicht allen), gibt uns Gebote, die vor "gefährlichen Kurven" warnen und macht uns deutlich, dass wir im Leben nicht nur unseren eigenen Wünschen, sondern Gott und unseren Mitmenschen Vorfahrt gewähren sollen. Dieser Jugendgottesdienst wollte die Teilnehmenden ermutigen, den Schritt zu wagen, Jesus nachzufolgen. In der Nachfolge Jesu erfahren wir den Sinn unseres Lebens und gewinnen ein Leben in Gemeinschaft mit Gott, der uns durch das Leben begleitet und trägt. Im Anschluss an den Jugendgottesdienst fand unsere Bistro 2001 statt, durch das bei leckeren Cocktails, guter Musik und Spiele die Begegnung zwischen den Jugendlichen ermöglicht war.
Ich hoffe, dass es für alle ein guter Abend war.

Mihal Hrcan



Buchcafe Hersbruck

Immer wieder hat das Buchcafe nach etwas grösseren Räumen Ausschau gehalten. Anfang des Jahres ergab sich nun die Möglichkeit, einen Laden mit grossem Schaufenster in der Nähe des Oberen Marktes anzumieten. Dort wird das Buchcafe wesentlich mehr Platz haben und dennoch genauso zentral liegen wie bisher. Im Mai wollen wir die neuen Räume bezugsfertig machen, und Ende Mai oder Anfang Juni werden wir dann im Eisenhüttlein 5 in Hersbruck zu finden sein.



Die Kinderseite

Hallo, liebe Mädels und Buben,
jetzt kommen bald die Osterferien.
Na, da habt Ihr ja jede Menge Zeit, um dieses knifflige Rätsel zu lösen. Aber, so wie ich mit meinen kleinen Mäuseohren gehört habe, seid Ihr so schlau, dass Ihr bestimmt ganz schnell auf die Lösung kommt.
Es ist dieses Mal ein Rätselvers:
Ich lebte im Gelobten Land
zu Jesu Christi Zeiten.
Im Bibelbuch werde ich genannt
auf ganz verschiednen Seiten.
Mein Urahn sah das Licht der Welt
noch eh es Adam schaute,
eh er den Garten und das Feld
bewahrte und bebaute.
Nie trug ich eine Uhr am Band,
doch gab ich oft die Zeit bekannt.
Als Christus einst verleugnet ward,
geschah es in meiner Gegenwart.
Ob euch mein Name nun bekannt,
wenn ich euch dies noch sage?:
Kein Weber wob mir mein Gewand,
das ohne Naht ich trage.

Lösung:_______________
(Rätsel von Renate und Karl-Herrmann Schneider, Hänssler Verlag)

Eure Kirchenmaus

Und natürlich wird auch dieses Mal das Rätsel im Gottesdienst aufgelöst. Am Ostersonntag ist es so weit!

 

 

last update: brf_0103.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
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