Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - 11.2000

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In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
Kolosser 2,3


Schatz suchen
Liebe Leserin, lieber Leser,

einen verborgenen Schatz zu finden, ist der Traum von vielen Menschen. Ein Schatz macht den Besitzer reich. Und wer will nicht reich werden? Wer wird nicht suchen nach einem wertvollen und verborgenen Schatz, wenn er wüsste, wo er sich befindet? Es würde bestimmt niemanden Ruhe lassen, ohne etwas zu unternehmen, um zu diesem verborgenen Schatz zu gelangen.
Ich denke an den bekannten Film Indiana Jones, der als Archäologe eine alte Karte von einem 5 000 Jahre alten verborgenen Schatz der Ägypter entdeckte. Er begibt sich auf die Suche nach diesem Schatz. Dabei stößt er auf viele Hindernisse, aber nichts kann ihn aufhalten, bis er schließlich den gesuchten Schatz findet.

Den wahren Schatz finden
Wenn wir von Schatz und Reichtum reden, fällt mir zuerst der materielle Schatz ein. Ich denke z.B. an eine verborgene Schatztruhe voller Geld oder Gold. Doch im Matthäusevangelium werden wir daran erinnert, nicht Schätze zu suchen, die Motten und Rost fressen und Diebe stehlen können, sondern Schätze, die weder jemand zerstören noch stehlen kann. Das Wesentliche für unser Leben finden wir nicht in Gold oder Geld. Auch die Fragen, die uns beschäftigen nach einem sinnvollen Leben oder was nach dem Tod passiert, finden wir nicht in materiellen Dingen. Im Kolosserbrief lesen wir: "In Jesus Christus sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis." Was der Apostel Paulus der Gemeinde in Kolossä sagt, das hat große Bedeutung auch für uns heute. In Jesus Christus liegt unser verborgener Schatz. Bei ihm finden wir Weisheit und Erkenntnis, nach denen unsere unbeantworteten Fragen warten.

Auf der Spur bleiben
Doch, es reicht nicht nur zu wissen, wo der verborgene Schatz liegt, sondern man muss sich auf den Weg machen, diesen Schatz zu finden. Dabei sollte man nicht zurückweichen, wenn Hindernisse wie Zweifel oder Angst auftreten. Als weiteres ist es wichtig, den Schatz auch zu gebrauchen, das heißt von ihm die Weisheit und die Erkenntnis zu schöpfen. Auf der Spur der Quelle der Weisheit und Erkenntnis zu bleiben und sich von Christus bereichern lassen mit einem Reichtum, den keiner zerstören kann, wünsche ich Ihnen im kommenden neuen Jahr.

Mihal Hrcan



AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Ist der Ehrliche der Dumme?

Diese Frage war das Thema des regionalen Jugendabends in den Räumen der Zions-Gemeinde. Rund 50 Jugendliche aus verschiedenen Städten und aus verschiedenen Altersgruppen fanden den Weg in die Kirche.

Der Abend startete um 18.00 Uhr mit einer wahren kulinarischen Vollendung! Kurz gesagt, es gab Wienerle und Brötchen. Eine Stunde später begann der Gottesdienst, es war aber kein "normaler" Gottesdienst! Maßgeschneidert für die Jugendlichen mit (zum Teil neueren) Liedern, einem Anspiel und einer Predigt, die selbst den schlechtesten Zuhörer in seinen Bann zog. Sogar gespielt haben wir während des Gottesdienste und zwar Mäxle. Für alle, die Mäxle nicht kennen, es geht eigentlich nur darum, das höhere Zahlenergebnis beim Würfeln zu haben, es darf aber auch gelogen werden.

Damit die Teilnehmer auch zu Hau-se Mäxle spielen können, gab es für jeden, einen kleinen Becher und 2 Miniatur-Würfel.
Nachdem der Gottesdienst sein Ende gefunden hatte, ging es weiter mit den Nachtangeboten. BE CREATIVE (sprich Bie Kreativ), unter diesem Motto stand die Bastelstunde. Freundschaftsarmband oder Kette? Kein Problem. Für die weniger Kreativen hatten wir aber auch was auf Lager. Flipper, Kicker, Kartenspiele und Mäxle.
Wer Durst hatte, konnte sich vertrauensvoll an den Barkeeper wenden, der die beim Bistro so begehrten Drinks ausschenkte. Auch für gute Musik war gesorgt, in der Disco gabs die neuesten Hits aus Funk und Fernsehen. Laserstrahlen, Ufo's, Strobos und wie sie alle heißen, richtig profimäßig.

Aber irgendwann wird auch der stärkste Partylöwe oder die beste Partykatze mal müde. Wer jetzt noch den Heimweg antreten wollte, wurde nicht gehindert. Wer aber die Nacht lieber in den warmen Räumen der Kirche verbringen wollte, konnte das gerne machen.

Am nächsten Morgen gab es ein le-ckeres Frühstück, mit Brötchen, Marmelade, Honig und Nutella. Jetzt durfte jeder noch helfen etwas aufzuräumen und dann war alles vorbei. Die Kirche verwandelte sich wieder in ein normales Gotteshaus zurück und alle die von weit her gekommen waren, verschwanden wieder. Doch wir freuen uns schon auf den nächsten Jugendabend, irgendwann. Auf ein baldiges Wiedersehen,

David Frühling



Chor aus Jugoslawien

Nun ist schon einige Zeit vergangen, seit der Chor aus meiner Heimat - Kisac bei uns zu Besuch war. Bei der Rückreise haben die Teilnehmer etwas Angst gehabt, wie sie die jugoslawische Grenze passieren, denn der ganze Bus war gefüllt mit gebrauchten Kleidern und gebrauchten Decken aus unserem Martha-Maria Krankenhaus. Jede und jeder Teilnehmer hatten eine Tasche zusätzlich mit Kleidern. Dass es dazu kam, bin ich unserem Team von Trödel & Tee sehr dankbar, die entschieden haben, von den Kleidern, die sie im T&T haben, unserem Besuch mit auf den Weg zu geben. Angesichts des kommenden Winters und des fehlendes Geldes, sich warme Kleider zu kaufen, sind alle wirklich sehr froh. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sich die Menschen aus Kisac gefreut haben. Besonders auch dann, als sie die Grenze nach Jugoslawien passierten ohne dass die Zollbeamten Probleme machten.

Es war eine sehr schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Ich habe gemerkt, dass die Menschen aus Kisac sich besonders gefreut haben, dass es auch in Deutschland Menschen gibt, die an ihre Situation und Not denken und sie unterstützen.

Es war eine teuere und manchmal auch aufwendige Angelegenheit. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 12.000 DM, aber es hat sich gelohnt. Dadurch haben wir den Menschen die Hoffnung gestärkt und einen Strahl in die Dunkelheit gespendet.

In diesen Sinne möchte ich mich bedanken auch im Namen der Chorteilnehmer bei allen, die dieses Projekt unterstützt haben durch eigenen Einsatz oder finanzielle Hilfe.

Mihal Hrcan



Autorenlesung

Der Hersbrucker Lehrer und Kinderbuchautor Volker Linhard prä-sentierte sein neues Buch "Der Schrei aus der Zisterne" in der Christusgemeinde Hersbruck. Rund 35 Kinder gingen dabei auf eine interaktive Reise in die Vergangenheit. Leserinnen und Leser ab 9 Jahren werden dabei mit in das Geschehen einbezogen. Bei einer Klassenfahrt in ein Berliner Museum erleben sie spannende Dinge. Und es gibt viele Entscheidungsmöglichkeiten, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Die Kinder konnten dabei jedesmal entscheiden, wie es weitergehen sollte. Wollten sie lieber in die Räume der Abteilung "Ägypten" oder doch eher in die Abteilung "Alter Orient". Ein geheimnisvoller Sarkophag bildet den Ausgangspunkt für eine Begegnung mit der biblischen Geschichte von Josef, die man nach und nach kennen lernt. Insgesamt sind es rund 35 mögliche Ausgänge, die die Geschichte nehmen kann.

So viele konnten natürlich unmöglich auf einmal erkundet werden. Die nötige Spannung bei der Lektüre des Buches blieb also erhalten. Viele ließen sich die Chance nicht entgehen und holten sich vom Autor ein Autogramm für ihr Buch. Wann gibt es das nächste? "Nun", meinte Volker Linhard, "ein paar Ideen habe ich schon". Man darf gespannt sein.

Volker Linhard, Der Schrei aus der Zisterne - Eine interaktive Reise in die Vergangenheit, Brunnen Verlag Gießen, DM 15,90
Erscheinungsdatum:September 2000



Neues stellvertrendes Laienmitglied

Gabi Huthmacher hat in der Hersbrucker Gemeinde nun einige Jahre das Amt des stellvertretenden Laienmitgliedes der Konferenz begleitet. Nach dem Wechsel des Ehepaares Huthmacher in die lutherische Kirchengemeinde an ihrem Wohnort in Schnaittach, galt es nun diese Stelle neu zu besetzen. Die Bezirkskonferenz ist dem Vorschlag des Hersbrucker Gemeindevorstandes gefolgt und hat Heike Bauriedel in dieses Amt gewählt. Der Dank geht an Gabi Huthmacher für ihr vielfältiges Engagement in der Gemeinde. Heike Bauriedel wünschen wir Gottes Segen für das neue Amt.

ME



Betreuung von älteren Menschen in der Paulusgemeinde

Jahrelang kümmerte sich ein Zivildienstleistender um unsere älteren Geschwister, machte Besuche, Einkäufe, ging mit zum Arzt. Zur Zeit ist unsere Zivildienststelle nicht besetzt. Wir konnten einfach keinen jungen Mann dafür finden. In diese Lücke sprang kurzzeitig eine Praktikantin. Doch auch diese Zeit ist vorbei.
Wir suchen also Menschen, die bereit sind, sich z.B. einmal in der Woche oder einmal in 14 Tagen um einen älteren Menschen zu kümmern. Näheres sagt Ihnen gerne Pastor Ziegler.
Wir hoffen auf Ihre Mithilfe!



Brot für die Welt

Diesem Gemeindebrief liegt - wie immer auf die Weihnachtszeit hin - ein Spendenkuvert für die Aktion "Brot für die Welt" bei.
Schon im Voraus vielen Dank für Ihr Engagement!



Ein Leib viele Glieder - Verantwortung in der Gemeinde

Die Einnahmen aus den Monatsbeiträgen unseres Bezirks gingen im Vergleich zum Jahr 1999 um ca. 1500,00 DM zurück. Dies klingt zunächst nicht besonders dramatisch.
Wenn wir aber die Summe der Monatsbeiträge bis Ende September (260.140,00DM) mit der gestiegenen Umlage 2000 (275.625,00DM) vergleichen, bleibt im Augenblick ein stattliches Defizit. Unser Überschuß von +5000,00 DM im März wandelte sich bis Ende Juni in ein Defizit von -13.000,00 DM und nun über -15.000,00 DM.
Während Hersbruck weitgehend die Umlage mit ihren Monatsbeiträgen decken kann, fehlen in Paulus die erwähnten 15.000,00 DM. Zusätzlich zu diesem Betrag kommt unsere jährliche Deckungslücke bei der Aktion "Einer trage des anderen Last" von knapp 7000,00 DM.
Wir stehen gemeinsam in der Ver-antwortung für unsere Gemeinde und unseren Bezirk. In der Bibel wird oft bei den Gaben für Gott vom Zehnten gesprochen, dies könnte auch für uns als Richtschnur unseres Handeln dienen. Einige Gemeindeglieder wie Schüler oder ältere Menschen deren Lebenssituation sich verändert hat, können nur wenig bis gar nichts zahlen. Hier ist es an uns die entstehenden Lücken zu schliessen. Bei der Gliederaufnahme geben wir das Versprechen unsere Gemeinde finanziell zu unterstützen. In welchem Ausmaß das geschehen kann, muss jede/r Einzelne für sich selbst prüfen.
Ich bitte Euch deshalb tragt unsere finanzielle Situation in euerem Herzen und in euer Gebet vor Gott.



Renovierung der TONNE

Wir haben in diesem Jahr schon einige Dinge angepackt. Ende der Heizperiode tauschten wir die Heizung im Neubau-Gugelstraße aus (Kosten ca. 11.000,00 DM).
Unsere Sonntagschul- und Jugendräume im 1. Stock bedurften einer Renovierung. Fleißige Helfer aus der Gemeinde entfernten die Teppichböden und strichen die Wände der Räume. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Helfer. Als neuen Bodenbelag haben wir Linoleum verlegen lassen (Kosten ca. 8.000,00 DM).Ein Teil der Kosten wurde von den Gruppen gespendet.
Unser großes Gemeindejubiläum steht vor der Tür. Um in vollem Glanze erstrahlen zu können, wollen wir gerne unsere TONNE renovieren. Wer in letzter Zeit mal oben war wird uns sicher zustimmen, dass eine Renovierung dringend nötig ist. Doch durch unsere enge finanzielle Lage, sind wir auf Mithilfe von Spendern angewiesen. Die geschätzten Kosten dieser Renovierung betragen ca. 5000,00 DM. Wenn wir bis Mitte Januar die Hälfte dieses Betrages also 2500,00 DM aus Spenden aufbringen können, werden wir die restliche Summe aus der Gemeindekasse ent-nehmen und mit den Arbeiten begin-nen. Im Kirchenraum ist ein Spendenbarometer aufgehängt, dort können sie den aktuellen Spendenstand ablesen. Bitte vermerken sie bei den Spenden "Bauopfer für die TONNE".

Für den Haus- und Finanzausschuß

Joachim Hammer

 

 

last update: brf_0011.htm / 26.12.2005
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