Evangelisch-methodistische Kirche
Bezirk Nürnberg - Paulusgemeinde

Gemeindebrief online - 09.2000

 HOME

Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
2. Korinther 8,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor wenigen Tagen besuchte ich mit den Senioren unserer Gemeinde das Freilandmuseum in Bad Windsheim. Alte Bauernhäuser und Gehöfte aus Mittelfranken sind dort für interessierte Besucherinnen und Besucher wiederaufgebaut worden. Für mich war der Rundgang durch das Museum ein spannendes Erlebnis, zumal einige unserer Senioren noch selbst solche Häuser und ihre Einrichtungen kannten. Einfache und karge Stuben, dunkle Küchen ohne Strom und Wasser, beschränkte Heizmöglichkeiten, Plumpsklos usw. Für uns heute ist es kaum vorstellbar, in solchen Häusern zu leben. Waren die Menschen früher glücklicher? Hier und da vielleicht schon. An anderen Stellen aber war das Leben härter als heute. Waren die Menschen zufriedener? Das waren sie bestimmt. Reichtum und die unbeschränkten Möglichkeiten haben uns nicht zufriedener gemacht. Wir sind eine unzufriedene und ungeduldige Gesellschaft. Medienorientiert und vom Konsum verwöhnt. Zufriedenheit in kleinen Dingen- eine Erfahrung, die die Armut beschert - ist selten geworden in unserem Land.

Jesus hat uns das Gegenteil von dem vorgelebt, was heute üblich ist. Er hat Verzicht geübt und ist Mensch geworden. Er hat auf seinen Reichtum verzichtet, damit die Menschen reich würden, reich an Zufriedenheit, an Friede und Freude, an Vergebung und an Liebe. Damit hat Jesus uns gezeigt, wie auch wir reich werden: Nämlich, indem wir Verzicht üben, um andere zu beschenken. Paulus stellt Jesus als Vorbild für den Verzicht dar, um die Gemeinde in Korinth zu einer Geldsammlung für die bedürftige Gemeinde in Jerusalem zu bewegen. Er gebraucht deutliche Worte, wenn er schreibt (2. Kor. 9,8): "Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen."
Und meinen wir nur nicht, Jesus hätte der Verzicht nichts gekostet. Nein - Jesus hat es das Leben gekostet, damit wir reich würden. Was kostet uns die Not anderer Menschen? Was ist uns die Verkündigung der froh machenden und befreienden Nachricht von Jesus wert? Was bedeutet uns die Gemeindearbeit? Lassen wir es uns etwas kosten! Es tut vielleicht weh, von seinem Reichtum an Zeit, Geld und Kreativität abzugeben. Aber es tut nur dann weh, wenn man nicht im Auge behält, dass um so mehr zurückkommt. Jesus wurde arm und ist doch reich an Menschen, die ihn loben. Wir verzichten und werden doch reich an Menschen, denen geholfen werden kann. Jesus hat gezeigt, dass es möglich ist, Verzicht zu üben und dabei doch an Format zu gewinnen. Nicht aus Zwang folgen wir seinem Vorbild, sondern aus Dankbarkeit. Paulus meint (2. Kor. 9,7): "Einen fröhlichen Geber (und eine fröhliche Geberin) hat Gott lieb."

In diesem Sinne,

Euer Markus Ebinger


AUS KIRCHE UND GEMEINDE

Erntedankopfer

Mit diesem Gemeindebrief bitten wir Sie um Ihr Erntedankopfer. Nicht nur um Geld geht es, das auch, unserem Haushalt tun Ihre Spenden gut! Es geht auch um ein Zeichen der Dankbarkeit. Etwa in dem Sinn: Was ich habe, hat mir Gott anvertraut. Deshalb kann ich davon abgeben!

Vergelt's Gott!



Einer trage des anderen Last

Bisher gingen für die Sammlung, die den ostdeutschen Gemeinden zugute kommt, 8.640 DM aus Nürnberg und 903 DM aus Hersbruck ein. Dafür herzlichen Dank!
Zur Erinnerung: Wir sind als Bezirk verpflichtet, für jedes Kirchenglied 55 DM weiterzuleiten. Anders ausgedrückt: Knapp die Hälfte der Summe, die wir aufzubringen haben, haben wir geschafft.
Wir bitten sehr um Ihre Mithilfe!



Neuer Direktor in Martha-Maria

Andreas Cramer, ein guter alter Bekannter des Bezirks Paulusgemeinde (er war hier mal 2. Pastor), hat am 1.9. seinen Dienst als Direktor in MM aufgenommen. Wir wünschen ihm und seiner Familie ein gutes Einleben und freuen uns auf Begegnungen mit ihnen.
Direktor Ludwig Waitzmann und seine Frau Odette sind nach Leinfelden-Echterdingen in den Ruhestand gezogen.
Für diese neue Phase des Lebens wünschen wir Gottes Begleitung und Segen!

 

 

last update: brf_0009.htm / 26.12.2005
content by: Ulrich F. Ziegler
created by: - GRUENER -