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Ihr
kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde
er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
2. Korinther 8,9
Liebe Leserin, lieber Leser,
vor wenigen Tagen besuchte ich mit den Senioren unserer Gemeinde das Freilandmuseum
in Bad Windsheim. Alte Bauernhäuser und Gehöfte aus Mittelfranken
sind dort für interessierte Besucherinnen und Besucher wiederaufgebaut
worden. Für mich war der Rundgang durch das Museum ein spannendes
Erlebnis, zumal einige unserer Senioren noch selbst solche Häuser
und ihre Einrichtungen kannten. Einfache und karge Stuben, dunkle Küchen
ohne Strom und Wasser, beschränkte Heizmöglichkeiten, Plumpsklos
usw. Für uns heute ist es kaum vorstellbar, in solchen Häusern
zu leben. Waren die Menschen früher glücklicher? Hier und da
vielleicht schon. An anderen Stellen aber war das Leben härter als
heute. Waren die Menschen zufriedener? Das waren sie bestimmt. Reichtum
und die unbeschränkten Möglichkeiten haben uns nicht zufriedener
gemacht. Wir sind eine unzufriedene und ungeduldige Gesellschaft. Medienorientiert
und vom Konsum verwöhnt. Zufriedenheit in kleinen Dingen- eine Erfahrung,
die die Armut beschert - ist selten geworden in unserem Land.
Jesus hat uns das Gegenteil von dem vorgelebt, was heute üblich ist.
Er hat Verzicht geübt und ist Mensch geworden. Er hat auf seinen
Reichtum verzichtet, damit die Menschen reich würden, reich an Zufriedenheit,
an Friede und Freude, an Vergebung und an Liebe. Damit hat Jesus uns gezeigt,
wie auch wir reich werden: Nämlich, indem wir Verzicht üben,
um andere zu beschenken. Paulus stellt Jesus als Vorbild für den
Verzicht dar, um die Gemeinde in Korinth zu einer Geldsammlung für
die bedürftige Gemeinde in Jerusalem zu bewegen. Er gebraucht deutliche
Worte, wenn er schreibt (2. Kor. 9,8): "Wer da kärglich sät,
der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der
wird auch ernten im Segen."
Und meinen wir nur nicht, Jesus hätte der Verzicht nichts gekostet.
Nein - Jesus hat es das Leben gekostet, damit wir reich würden. Was
kostet uns die Not anderer Menschen? Was ist uns die Verkündigung
der froh machenden und befreienden Nachricht von Jesus wert? Was bedeutet
uns die Gemeindearbeit? Lassen wir es uns etwas kosten! Es tut vielleicht
weh, von seinem Reichtum an Zeit, Geld und Kreativität abzugeben.
Aber es tut nur dann weh, wenn man nicht im Auge behält, dass um
so mehr zurückkommt. Jesus wurde arm und ist doch reich an Menschen,
die ihn loben. Wir verzichten und werden doch reich an Menschen, denen
geholfen werden kann. Jesus hat gezeigt, dass es möglich ist, Verzicht
zu üben und dabei doch an Format zu gewinnen. Nicht aus Zwang folgen
wir seinem Vorbild, sondern aus Dankbarkeit. Paulus meint (2. Kor. 9,7):
"Einen fröhlichen Geber (und eine fröhliche Geberin) hat
Gott lieb."
In diesem Sinne,
Euer Markus Ebinger
AUS KIRCHE UND GEMEINDE
Erntedankopfer
Mit diesem Gemeindebrief bitten wir Sie um Ihr Erntedankopfer. Nicht nur
um Geld geht es, das auch, unserem Haushalt tun Ihre Spenden gut! Es geht
auch um ein Zeichen der Dankbarkeit. Etwa in dem Sinn: Was ich habe, hat
mir Gott anvertraut. Deshalb kann ich davon abgeben!
Vergelt's Gott!
Einer trage des anderen Last
Bisher gingen für die Sammlung, die den ostdeutschen Gemeinden zugute
kommt, 8.640 DM aus Nürnberg und 903 DM aus Hersbruck ein. Dafür
herzlichen Dank!
Zur Erinnerung: Wir sind als Bezirk verpflichtet, für jedes Kirchenglied
55 DM weiterzuleiten. Anders ausgedrückt: Knapp die Hälfte der
Summe, die wir aufzubringen haben, haben wir geschafft.
Wir bitten sehr um Ihre Mithilfe!
Neuer Direktor in Martha-Maria
Andreas Cramer, ein guter alter Bekannter des Bezirks Paulusgemeinde (er
war hier mal 2. Pastor), hat am 1.9. seinen Dienst als Direktor in MM
aufgenommen. Wir wünschen ihm und seiner Familie ein gutes Einleben
und freuen uns auf Begegnungen mit ihnen.
Direktor Ludwig Waitzmann und seine Frau Odette sind nach Leinfelden-Echterdingen
in den Ruhestand gezogen.
Für diese neue Phase des Lebens wünschen wir Gottes Begleitung
und Segen!
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